HM. Nr. 1251. 495
bei Cntharina Gerlach erschien, sind viele Holzschnitte mit dem Mono-gramme. Das Titelblatt bat unten in der Mitte die Buchstaben /. A.,iiml deswegen sagt wohl Brulliot I. No. 2415, dass dieser Monogram-mist muh ,lost Amman gearbeitet habe. Er spricht von kleinen Vor-stellungen aus dem neuen Testamente, welche 2 Z. 2 L. hoch und2 Z. 9 L. breit sind. Die Holzschnitte der Nürnberger Bibel sindgrösser, und vielleicht von einem andern Meister. Auf dem Titelblatt,wohl in Co])io nach .T.Amman, steht rechts unten das Monogramm M F.Auf anderen Holzschnitten kommen dann die Zeichen der zweitenReihe vor, und abwechselnd auch M, l M, und ein ans H M E be-stehendes Monogramm. Kleinere Holzschnitte mit dem Zeichen nenntder Stcngel'sche Catalog, nämlich die Verkündigung und die Fluchtnach Aogyptcn. H. 2 Z. 2 L. Br. 2 Z. 9 L. Diess ist nun Brulliot'sMassbestinnnung, und wenn Zeichnungen von Jost Amman zu Grundeliegen, was mit den Blättern der erwähnten Bibel nicht der Fall ist, sohandelt es sich um einen Formschneider der Schule desselben, und nichtum unseren sächsischen Meister. Kin Werk, in welchem die kleinen Holz-schnitte vorkommen, kennen wir nicht. Dagegen spricht Brulliot 1.No. 2414, und Appendix 1. No. 282 wieder entschieden von Blättern dessächsischen Meisters. Er erwähnt das liildniss eines Churfürstcn, wohljenes des Johann Friedrich und dann Holzschnitte mit Vorstellungen ausder sächsischen Geschichte, welche in der Chronik vorkommen dürften, oderin dem ersten der unten erwähnten Werke. Bartsch geht auf diesen Mono*grammisten gar nicht ein, und daher sind die Vorarbeiten äusserst dürftig.
1) Das gantze Leben, vnd hisloria dess aller Theiireslen rnd wertenManns, Jlrrtzogen Johann Friedriehen gebornen Chnrfiirsten zuSachsen, wie er von jugenl au\] ein Lehen geführt, nnd ihm her-nach bis an sein end ergangen ist, alles sehr Künstlich ahconter-fect, vnd eygendlich in diesem gemähl entworfen, T.nd einem jedenaugenscheinlich zum ewigen gedäclitnns fürgestellt, fol.
Dieses auch von lt. Weigel, Kunstkatalog No. 17899, beschriebeneWerk enthält SO Blätter mit geschichtlichen Vorstellungen in Passe-partout und mit vier Zeilen deutscher Heime. II. 9 Z. (5 L. Br.5 Z. 6 L. Der Titel ist mit dem Bildnisse des Churfürstcn und demsächsischen Wappen geziert. Dann kommt eine Vorrede, und somitbesteht das Werk aus 39 Blättern ohne Jahrzahl. Der Schnitt istgut, die Zeichnung aber gering. Auf den Blättern kommt das ersteund das zweite Zeichen vor, und sie wiederholen sich mit geringerAbweichung. Weigel hebt folgende Holzschnitte hervor.
1. Das Bildniss des Churfürstcn Johann Friedrich, nach LukasCranach, fol.
2. Jenes seiner Gemahlin Sibylla, nach L. Cranach, fol.
3. Der Churfürst, stehend in Rüstung, nach L. Cranach, fol.
4. Die Schlacht bei Mühlberg, in vier Folioblättern, welche einenFries bilden, QU. imp. fol. Die Blätter haben deutsche Ueber-schriften und unten zwölf Verse.
5. Eine reiche Composition aus dem Leben der hl. Elisabeth in2 Blättern, fol. Weigel fand in seinem Exemplare diese Dar-stellung vor, und glaubte, sie gehöre zum Werke. Das Blatt istohne Zeichen, nur mit der Jahrzahl IliUI versehen.
t>. Das jttngflte Gericht, das Schlussblatt in der Weise des obigen,das heisst in Schäufelin's Manier, fol.2) Sächsisch Chronicon. Wiltenbergk 1596, fol.Von diesem Werke gibt es wohl eine frühere Ausgabe. Auf demersten Textblutt ist die Schöpfung der Thierc eingedruckt, und auf