Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
494
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494 HM. Nr. 12S1.

2) [B. 2] Sirason, nach rechts gewandt, wie er dem Löwen denRachen aufreisst. Oben rechts liest man: Jud. ib, und links untenist das Zeichen mit iM3. H. 2 Z. S L. Br. 2 Z.

Zani erwähnt eine gegenseitige Copie nach A. Dürer's Holzschnitt,B. No. 2. Oben steht ebenfalls : IVD. i f t, und somit muss es sich um daserwähnte Blatt handeln, wenn der Meister HM von 1543 diese Vorstell-ung nicht zweimal gestochen hat. Bartsch sagt, dass Simson rittlings aufdem Kücken des Löwen vorgestellt sei, in dem Blatte von A. Dürersetzt aber Simson den rechten Fuss auf den Rücken des Thieres. Inder Entfernung rechts (also in der Copie links) auf dem Berge zeigtsich ein Schloss, und links ein anderes in der Tiefe von einem Seeumgeben. Bartsch beschreibt das Blatt anscheinlich etwas mangel-haft, wenn aber Simson rittlings auf dem Thierc vorgestellt ist, so ist dasvon Zani erwähnte Blatt mit dem Monogramm und der Jahrzahl 1543ein anderes, doch nur in dem Falle, dass der Stich von Dürer getreucopirt ist. Nach Zani ist diese Copie 2 Z. 6 L. hoch und 2 Z. breit.

3) Loth mit seinen Töchtern in der bekannten Situation nachdem Auszüge aus Sodom. Links im Hintergründe bemerkt man diebrennende Stadt, und unten rechts das Zeichen. II. 2 Z. 8 L. Br.1 Z. 10 L.

4) [B. 3] Die Enthauptung des Täufers Johannes. Der Henkersteht rechts mit dem Schwerte in der linken Hand, und setzt mit derrechten das Haupt des Johannes in die Schüssel der links harrendenHerodias, welche von zwei Frauen begleitet ist. In der Mitte ist dasZeichen mit der Jahrzahl *.54.3. II. 1 Z 5 L. Br. 2 Z.

5) Eine Folge von kleinen Blättern mit allegorischen Figuren,welche die Tugenden vorstellen. Brulliot kennt vier Blätter: 1) dieGerechtigkeit, 2) die Liebe (Charitas), 3) die Klugheit, 4) der Glaube.

6) Ein Herr und eine Dame, welche der Tod mit Sichel undStundenglas überrascht.

7) Eine Dame, welche dem Herrn einen Becher reicht.

8) Ein Herr und eine Dame, welche am Tische sitzen und Kartenspielen. Rundes Blättchen.

9) Ein in einen kurzen Mantel gekleideter Mann mit zwei Federnauf dem Barret.

10) Eine Dame im Profil mit einem mit Federn gezierten Hute,das Gegenstück zu obigem Blatte.

11) Ein bärtiger Mann in kurzem Mantel mit der linken Hand anderHüfte, nach links schreitend. Links unten ist ein Baumstamm, undrechts nach unten bemerkt man das Zeichen. H. 2 Z. 9 L. Br.1 Z. 9 L.

12) Drei Musikanten in halben Figuren.

1251. Unbekannter Formschneider oder vielmehr Zeichner, welcher

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die Zeichnungen zu den Holzschnitten mit Darstellungen aus der Ge-schichte des Herzogs Johann Friedrich des Grossmüthigen von Sachsengefertiget haben. Wir wissen aber auch, dass ein Hans Mayer oderMeyer 1S65 für den Kaiser Maximilian II. gearbeitet hat, und wenndas Monogramm seinen Namen wirklich andeutet, so muss er ein sehrhohes Alter erreicht haben, indem auch in der 1596 zu Wittenberggedruckten sächsischen Chronik Holzschnitte mit diesem Zeichen vor-kommen. Auch in Dr. M. Luthcr's Bibel, welche 1589 zu Nürnberg