HI. Nr. 1099-1103. 418
1099. Hans Jegli oder Jeggli, Zeichner und Glasmaler, welcherk Y S um 1598—1630 in Bern thätig war, behauptet unter
L __/ I • • dem Monogramm HI No. 1095 bereits eine Stelle,
/ / // "f-J/l" und wir bezichen uns im Ganzen auf dieselbe. Diegegebenen Buchstaben kommen auf Zeichnungen vor, über deren Werthwir uns im ersten Artikel ausgesprochen haben.
1100. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 17. Jahrhunderttt -r thätig war. Er copirte das berühmte Blatt des Annibale Carracci,■tj- '*■' welches unter dem Namen des Christus von Caprarola bekannt ist,B. No. 4. Der vom Kreuze abgenommene Heiland liegt im Schoosseder Maria, welche von zwei Frauen unterstützt wird. Der Copist gibtdas Bild von der Gegenseite, und fügte unten die Buchstaben H. I. bei.Nach Zani, Enc. met. VIII. p. 208, schliesst sich an die Initialen dieJahrzahl 163(1, Frcnzel gibt aber im Catalog Stornberg I. No. 4937das Datum 1693 an. Wir haben dieses seltene Blatt nicht gesehen,und wissen daher nicht, ob zwei in der Zeit so weit differirende Ab-drücke vorhanden sind. II. 4 Z. 8 L. Br. 0 Z. 2 L.
1101. Heinrich Janssen, Goldschmied, Zeichner und Kupferstecher
Ht . um 1630, hinterliess sehr schöne, und eben so seltene Muster-x.-urv- bitter für Goldschmiede und Graveure, welche wir unterder Abbreviatur //. Janss. verzeichnet haben. Die Initialen H. I. in.findet man auf Blättern einer Folge von allegorischen Figuren, welchedaselbst No. 4 beschrieben sind. Vgl. No. 1105.
1102. Heinrich Jacob, Münzmeister in Zerbst von 1614—1618,t in Eislcben 1619—1624, auch in Barby 1620 und 1621,
fTT- und in Dresden von 1625—1635, zeichnete verschiedeneiL Gepräge /// mit den Zaiuhacken, aber auch ohne diese.Sein gleichnamiger Sohn, welcher von 1666—1667 Münz-meister in Budissin war, fügte auf Stempeln ebenfalls dieBuchstaben //. /. bei, es entscheidet aber das Datum. Aufkleineren Geprägen des älteren H. Jacob kommen die ersten Initialenvor. Die grösseren Buchstaben mit den gekreuzten Zainhacken findetman auf einem grossen Schaustück mit dem Churfürsten Johann Georg I.auf einem galoppirendon Pferde und dem sächsischen Wappen. Tcnzclgibt dieses Schaustück Tab. XLIII. No. 1 in Abbildung. Es kommenzwei Medaillons mit verschiedenen Reversen vor, aber immer mit demWappen und den Jahrzahlcn 1626 und 1627.
1103. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1458 thätig war.ji i_i_( . a Passavant, Peintre-graveur I. p. 88, beschreibt ein Schrott-y 1 ' blatt (maniere criblec), welches den hl. Bernhard vorstellt,in einer Einfassung von Wolken mit den vier Evangelisten in denEcken. Der Heilige steht mit erhobenen Händen, und trägt in derRechten das von Strahlen umgebene Zeichen, welches wir beifügten.In dem Buche, welches er mit der linken Hand hält, steht: Uiae Ujic etc.Im Rande ist eine Inschrift von fünf Zeilen, welche mit der Jahr-zahl 1457 in alten Charakteren endigt. H. 8 Z. 8 L. Br. 0 Z. 6 L.
Diess ist das älteste datirte Blatt in Schrottmanier. Es wurde vondem französischen Commissär Maugerard in Mainz aufgefunden, undHr. Hill Hess 1819 ein Facsimile anfertigen. Passavant gibt das Zeichenim Verzeichnisse der Künstler, welche im ersten Bande seines Werkesvorkommen. Der Künstler hat aber dadurch seinen Namen sicher nichtangedeutet. Wir lesen: Herr, oder Heiland Jesus Christus. In diesemFalle haben wir eine deutsche Arbeit in Metall, vielleicht jene des
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