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HH. Nr. 1015 — 1016. 369
1015. Johann Heinrich Hintze, Landschafts- und Architekturmaler,geb. zu Berlin 1800, wurde schon 1820 mit Ehren genannt,
. und fanden seine architektonischen Ansichten in Oel und Aqua-rell fortan Beifall. Mehrere Gemälde erwarb der verstorbeneKönig von Preussen, darunter Ansichten von Domen und Kirchen inDeutschland und von den königlichen Schlössern. Auch der Gross-herzog von Mecklenburg und andere deutsche Fürsten besitzen Bildervon diesem Künstler. Zahlreich sind seine Landschaften und Ansichtenin Aquarell. Auf solchen Blättern, und dann auch auf Oelgemäldenfindet man das Monogramm. Zuweilen schliesst sich an das zweite Hnoch ein E, und auch die Buchstaben seines Geschlechtsnamens ver-teilte er in H.
J. Hürlimann stach nach Hintze das Panorama von Berlin in Aqua-tinta, lang qu. imp. fol. Auch noch viele andere Ansichten von Städtenwurden nach ihm gestochen. Diese Blätter sind untergeordneter Art,und nach Zeichnungen ausgeführt.
1016. Hieronymus Hess, Historien- und Schlachtenmaler, geb. zu
H Basel 1799, gest. daselbst 18K0, gehört zu den achtbarsten
~1 t EH. Künstlern der Schweiz. Er machte seine Studien in Romjr/V und in Neapel, und trat in Basel zuerst mit ZeichnungenJMM ' in Tusch und Aquarell auf. Seine Aquarellbilder sindvon grosser Kraft der Farbe, so dass man sie auf den ersten Blickfür in Oel gemalt hält. Dann fertigte Hess auch Cartons für die Glas-maler Heimle in Freiburg, noch grösser aber ist die Zahl seiner Tusch-zeichnungen verschiedenen Inhalts, auf welchen, sowie auf Aquarellen,das Monogramm vorkommt. Man findet es auch auf dem gerühmtenGemälde der Schlacht von St. Jakob, worüber der Künstler 1824 einengedruckten Bericht bekannt machte. An der Decke eines gefallenenPferdes ist das erste Zeichen in schiefer Stellung. Dann malte Hessauch historische Compositionen, Genrebilder und Portraitc. In seinenOelbildem ist er etwas bunt, in der Zeichnung aber immer geistreich.Hess zeichnete auch einen Todtentanz, welcher in litbographirterNachbildung unter folgendem Titel erschien : La Danse des Mortsä Basle de J. Holbein. Hasler et C«" idileurs ä Basle. BaslerTodentanz von Hans Holbein, herausgegeben von Hasler und Comp,in Basel, o. J., kl. fol. Dieses schön' ausgestattete Werk hat 40 vonG. Danzer lithographirte Bildtafeln, und eben so viele einseitig be-druckte Blätter mit deutschen Versen. H. Hess hat diese, theils mitdem Monogramme versehenen Bilder nicht für Holbein's Werk aus-gegeben. Er zeichnete seine Todtenscenen in der Weise Holbein's,und benützte dabei die Blätter Mcrian's, welchen er auch die Verseentnahm. Auf dem Blatte mit dem vor der Staffelei sitzenden Malersagt aber der Tod zu letzterem:
Hieronymus Hess lass 's Malen stehn,
Der Weg ist dunkel, den wir gehn.
Ob auch dein Herz im Tode bricht,
Dir winkt der ewigen Heimath Licht.Die deutschen Verse dieses Todtentanzes sind auch in die fran-zösische und englische Sprache übersetzt. Hasler besorgte die Publi-kation bald nach dem Tode des H. Hess, letzterer würde aber nichtgestattet haben, dass auf dem Titel Holbcin als Urheber der Bilderangegeben werde; denn es handelt sich nicht um den Basler Todten-tanz , und man kann daher die Titelschrift nur als Täuschung hin-nehmen. Bei Hasler in Basel erschienen noch viele andere Litho-graphien nach Zeichnungen von II. Hess. Der Künstler selbst hat nur
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