Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
363
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H G F. Nr. 997 - 998. 363

öffneten ihm die Pforte der Akademie in Amsterdam. Zu seinenfrüheren grösseren Arbeiten gehören die vier Bilder in der Villa Oscars-Hal bei Christiania, in welchen bekannte Lokalitäten aus der Frithiofs-Sage festgehalten sind. Ausser mehreren Ansichten des norwegischenHochlandes sind dann besonders auch jene Gemälde zu rühmen, welcheer mit Adolf Tidemand gemeinschaftlich ausführte. Diese beiden Künstlerbeobachteten eine solche Einheit der Behandlung, dass man diese Bilderder Hand eines einzigen Künstlers zuschreiben möchte. In dieser Ver-einigung entstanden die gerühmten Gemälde der Brautfahrt auf demWasser im Hardanger Fjord, des Leichenzuges von norwegischen Bauernan dem felsigen Ufer eines von gewaltigen Bergen begrenzten Fjords,des Sommerabends auf dem Binnensee, der Nacht im Fischerkahne aufdem Fjord u. s. w. Noch grösser ist aber die Zahl der Bilder ausNorwegen, welche der Künstler allein ausführte. Auf mehreren Ge-mälden kommt das Monogramm vor, wie es scheint mit geringer Ab-weichung. Im weiteren Kreise ist der Künstler durch folgende Blätterbekannt:

Norwegische Fischer, von Gude und Tidemand gemalt, und vonA. Haun lithographirt. Tondruck, qu. roy. fol.

Sommerabend auf einem norwegischen Binnensee , von Gude undTidemand gemalt, und von A. Haun lithographirt. Farbiger Tondruck,qu. roy. fol. Für den Verein der Kunstfreunde im PreussischenStaate 18H4.

Norwegisches Hochgebirge. Lithogr. von F. Stroobant, in Farben-druck, qu. fol.

Sceneric auf dem norwegischen Hochgebirge. Farbige Lithographieaus dem Verlage von Arnz in Düsseldorf. Mit dem zweiten Zeichen,gr. qu. fol.

Weihnachts-Album. In 14 Chromo-Lithographicn nach Aquarellenvon C. Scheuren, Achenbach, Gude u. s. w. Düsseldorf (1854). AufCartons in qu. 8.

997. Heinrich Goltzius, Maler und Kupferstecher, ist unter demTyp TT' Monogramm HG No. 952 bereits eingeführt, und wir beziehen1 vjj " uns zunächst auf jenen Artikel, welcher über die Lebenszeitdes Künstlers handelt, und auch Nachträge zum Verzeichnisse vonBartsch III. p. 1 ff. gibt. Das gegebene Monogramm findet man nurauf wenig Blättern. Eines derselben gibt das Bildniss eines Offiziersmit der Fahne über der rechten Achsel. Man nennt ihn in HollandGerrit Korneliszen Velscrman, in den unten stehenden Versen kommtaber der Name Jan de Wethcms vor. Bartsch beschreibt dieses BlattNo. 217. Verkehrt steht das Zeichen auf dem Bildnisse des JohannesKettenbach, über welches wir II. No. 2131 gehandelt haben. Auf Holz-schnitten in Helldunkel kommt gewöhnlich das Monogramm HG vor,mit F aber auch auf dem bekannten Blatte mit Neptun, welches sicherals Originalschnitt zu betrachten ist. Uebcr verschiedene andere Blätterdieses Meisters s. das Monogramm HG.

998. Johann Georg Fischer, Bildschnitzer und Kunstschreiner

M_, von Egcr, machte sich in der zweiten Hälfte des 17. Jahr-i hunderts durch Relicfarbeiton in verschiedenen musivisch zu-sammengesetzten Hölzern bekannt. In der k. Kunstkammerzu Berlin ist ein grosses Brettspiel mit seinem Namen: Johan GeoryFischer fecit 1061. Die Oberfläche des Deckels stellt in der be-zeichneten Weise die Schlacht von Zama vor, und das Innere desSpieles ist mit einfachen musivischen Verzierungen versehen. Einetreffliche kleinere Arbeit von ganz ähnlicher Technik, ein Kelief mit