Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
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362
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362 H G C - H G F. Nr. 993 - 996.

993. Henry Guillaumc Ghatillon, Maler und Kupferstecher, geb.t/tv ™ zu Paris 1780, war Schüler von Girodet und Girardet, undru* (_^. bekleidete mehrere Jahre die Stelle eines Professors derZeichenkunst an der Militärschule zu St. Cyr. Chatillon hinterliesstreffliche Kupferstiche, deren im frühen Drucke mit dem Monogrammeversehen sind, wie solche im Musee francais, und in den Werken nachZeichnungen von Girodct-Trioson : Sappho, Paris 1(127, Sappho, ßionet Moschus, Paris 1025, und Anacre'oti, Paris 1025, gr. 4. Auf dengrossen Blattern dieses Meisters kommt der Name vor.

994. Unbekannter Modelleur, welcher um die Mitte des 16. Jahr-

^px hundert» thiitig war. Das gegebene Zeichen findet man anrffm )) dem Modelle eines Ofens von 10</ 2 Zoll Höhe, welches, von)l>yiki^ schwarzem Thon gebildet, zu den Meisterwerken dieser Artgehört. Das Gesimse und die Ornamente sind vergoldet, und die Seitenmit einem Portraitbrustbilde und dem Wappen von Nassau-Saarbrückgeschmückt. Der Name des Modelleurs ist unbekannt, das Datum 1550bestimmt aber die Zeit seiner Thätigkeit. Dieses Modell ist in J. v. Hefner'sWerk: Kunstwerke und Oeriithschaßen des Mittelalters und der Re-naissance Taf. !>, abgebildet.

995. Unbekannter Formschneider, welcher um 1520 thätig war.rolN Das Zeichen desselben findet man auf einer Titelvignette mit'"v St. Anton dem Kinsicdlcr in folgendem Werke: Sermo de sancloAntonio Iferemita Dom. Doctoris M. Lulheri. Vütebergae MDXXII.Der mittlere Buchstabe ist im Originale undeutlicher, als in der bei-gefügten Copie. Man kann B, C und G losen.

996. Hans Gude, Landschafts- und Genremaler, geb. zu Christiania/~\ . /"* 1825, gehört ausschliesslich der Düsseldorfer Schule

T/1 ~~\< \ l [7 1 an i da er 1841 bei seinem Eintritte in die Schulert rl | I p - des Professors Schirmer nur die elementaren Vor-LVIV/ ' V J kenntnisse besass. Er machte in kurzer Zeit dieerheblichsten Fortschritte, und daher überraschte schon 1844 sein erstesgrösseres Gemälde auf der Ausstellung in Christiania. Es ist diesseine Ansicht aus dem norwegischen Hochgebirge, welches der Künstlermit innerem Drange zu wiederholton Malen durchforschte. Diese meilen-weiten Wüsten auf den Plateaus der vielverzweigten Gebirgsketten bildeneine ganz abgeschlossene W< lt mit ihren melancholischen, dunkelfarbigenSeen, ihren rauhen, wildgefnrmtnn Felsen, die sich auf den schon sohochliegenden, nur mitllaidekraut und Zwergbirknn bewachsenen Ebenenemporthürmen, und die Wüsten begrenzen. Das zugleich Wilde undGrossartige in der Bildung und Gruppirung des Terrains, die lautloseund unendliche Ocde der Gegenden wirkt mit unwiderstehlicher Gewaltauf den menschlichen Geist ein, und diesen norwegischen Hochgebirgs-Charakter versteht finde in aller Eigenthttmlichkoit wiederzugeben. Erhat in dieser Richtung seine merkwürdigsten und poetisch-grossartigstenBilder geschaffen , wie vor ihm keiner. Später befasste er sich ab-wechselnd auch mit Darstellungen der Fjorde an der Westküste desLandes, und brachte auch in dieser Art manch'herrliches Bild zu Stande.Gude bewegte sich jedoch auch in den freundlicheren und tiefer ge-legenen Thalgegendon mit ihren hellklaren Seen und schäumendenBächen, von reichen Wäldern umgeben, und mit Aussichten auf schnee-bedeckte Bergzüge im fernen duftigen Hintergrund.

Viele Gemälde dieses Meisters wurden mit allgemeinem Beifall auf-genommen , nicht nur in Norwegen und Schweden , sondern auch inDeutschland und in den Niederlanden. Seine künstlerischen Leistungen