Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
328
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328 H F P - II F R. Nr. 932 - 937.

932. Unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hälfte des16. Jahrhunderts in Deutschland thätig war. Manfindet, Bildnisse mit diesem Zeichen, und es gehtdaraus hervor, dass der Künstler den Hans Hol-bein zum Vorbilde genommen habe. Doch kannman ihn mit diesem Meister nicht verwechseln,da die Portraite unsers Monogrammistcn hart und

trocken behandelt sind. Diese Notiz gibt Brulliot I. No. 1919, under scheint Gemälde dieser Art gesehen zu haben. Der Geschlcchts-name des Meisters ist wohl durch F angedeutet, und P statt Pinxügesetzt. Monogrammistcn HF haben wir oben eingeführt, und viel-leicht könnte irgend einer auch auf das gegebene Monogramm An-spruch machen.

933. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 16. JahrhundertTT F P F ß e ' eut haben dürfte. In einem Auktionskataloge vonxi. r. r. x. |g»g finden wir ein Blatt angegeben, welches Mariamit dem Jesuskinde auf Wolken vorstellt. Unten steht: S. Mariaora pro PL , 12. Dieses Blatt muss sehr selten seyn, da wir esausserdem nicht erwähnt fanden.

934. Hans Faulhaber, Rechenmeister und Modist zu Ulm um 1616,— j —* gab folgendes Werk heraus: Beschreibung der Uauss- oderTpJD Handmühlin. Frankfurt 16IQ, qu. fol. In dieser Beschreib-

[ 11\^ ung sind radirte Blätter mit Faulhaber's Monogramm.

935. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1613 thätig war,-t-j aber Geringes leistete. Man findet ein radirtes Blatt, welches

Vc^P die Fabel vom Esel mit der Löwenhaut vorstellt. H. 2 Z. 10 L.Br. 3 Z. 7 L. Diese Vorstellung ist gewöhnlich mit deutschen Versenumgeben, und oben steht: Weltlauf, oder artige Fabel dess Esels,so die Löwenhaut fand etc. Unten ist die Auresse: Bey StephanMechelspachern, Im Jahr 1013, fol. Der Verfertiger dieses Blatteskönnte der unten erwähnte Hans Friedrich Riedel seyn.

936. Hans Friedrich Riedel, Kunststicker zu Ulm um 1613, soll1 | ■ o nach Brulliot I. No. 1891 »• und 1923 b. sich dieser\~± 4 l\j Zeichen bedient haben. Der genannte Schriftsteller

I/p\ erhielt seine Nachricht von dem Pfarrer Weyermann

1 ^ fJ \/ in Wirtingen, kannte aber die Blätter mit den Mono-i 1 ts\ y *• grammen nicht. Es sind diess 12 Radirungen mitMustern für Seidensticker, welche 1613 zu Augsburg erschienen, kl. fol.

937. Heinrich Jakob Fried, Landschaftsmaler von Landau, undo seit 184,1 Conservator des Kunstvereins in München, ist durch1— \ Bilder bekannt, welche gewöhnlich in italienischen Ansichten

P) mit Figuren bestehen, und sehr fleissig vollendet sind. Zu^ wiederholten Malen malte er die blaue Grotte auf der InselCapri bei Neapel. Eines dieser Gemälde erwarb König Ludwig fürdie neue Pinakothek in München. Das gegebene Zeichen findet manauf dem Titel folgenden Werkes : Erinnerung an die Vorzeit. DieRhein-Pfalz. In Hinsicht ihrer Denkmale des Mittelalters als Bei-trag zur Geschichte in landschaftlichen Ansichten gesammelt vonH. J. Fried. Es ist diess eine Folge von lithographirten Landschaftenmit Ruinen und Figuren in mittelalterlichem und späterem Costüm.Fried zeichnete sie in seiner Heimath, der Pfalz, bevor er die Stelleals Conservator des Kunstvereins überkam.