HFM — HFO. Nr. 928 —931. 327
Medaillon auf dieselbe Begebenheit. Auf dem Avers ist einGarten- und Getreidefeld: Sanctae Primitiae. Die Legende desRevers lautet: Primam Sobolem Regiam l/7'bs Prima MagdeburgumInterprele.
Medaillon auf die Geburt desselben Prinzen. Auf dem Aversschweben drei gekrönte Adler: Ero Deus Tuus Seminis Tuis — —.
Medaillon auf die Geburt dieses Prinzen. Auf dem Avers istHerkules vorgestellt, und das Kind zerdrückt die Schlangen: DeorumProgenies DU — —.
Alle diese Medaillons sind * H. F. H * bezeichnet.
Medaillon auf den Regierungsantritt des Königs Friedrich Wilhelm1713. Auf dem Revers ist der Erdball mit den Städten Cleve, Königs-berg und Berlin geprägt.
928. Marx Anton Hannas, Formschneider und Radirer von Augs-tr> bürg, über welchen wir im ersten Bande No. 702 gehandelt
I rj t [j haben, scheint der Träger dieses Zeichens zu seyn. Hannas-rp tTt verband zwar mit dem H gewöhnlich ein A, so dass wir./*\,JTl ihn unter AHM einführten. Das erste der gegebenenZeichen findet man auf dem sehr schön geschnittenen Bildnisse desberühmten sächsischen Rechtsgelehrten Matthäus Coler. Es steht rechtsan der Säule. H. 6 Z. 6 L. Br. 4 Z. 10 L. Dann kommen in derFolio-Ausgabe des bayerischen Landrechts (München, durch NicolaumHenricum 1614) Vignetten mit diesem Monogramme vor. Das schönsteBlatt des genannten Werkes ist aber das grosse bayerische Wappen.Es fragt sich jedoch, ob der Meister mit dem zweiten Monogrammederselbe ist. Man findet es auch auf mittelmässig geschnittenen Titel-Einfassungen aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Das Zeichenist wahrscheinlich jenes, welches Brulliot I. No. 1900 nach Christ gibt.
929. Der unbekannte Meister mit diesem Monogramme ist schon
S unter ¥ AH II. No. 1864 eingeführt, man könnte aber auchFHN lesen. Das radirte Blatt mit diesem Zeichen stellt einenall vor, welcher 1S60 an dem kaiserlichen Hofe in Wien stattfand,wir bemerken aber, dass das von Brulliot I. No. 339 und seinen Co-pisten in dieser Form gegebene Zeichen nicht ganz genau ist. Es trittauf den Blättern deutlicher FAN hervor, als FHN, oder HFN.Wir verweisen daher auf den Artikel im zweiten Bande No. 1864.
930. Unbekannter Bildhauer, welcher in der ersten Hälfte des
H~T~p 16. Jahrhunderts in Görlitz thätig war. In der genannten
JT* Stadt findet man Monumente und andere Sculpturen von
H seiner Hand, auf welchen das Monogramm vorkommt. Sie
"* erweisen ihn als einen tüchtigen Meister.
931 unbekannter Zeichner und Maler, dessen Lebenszeit die
t_k beigefügte Jahrzahl bestimmt. Herr J. A. Börner fand
"t"-_ eine schöne Zeichnung mit diesem anscheinlich aus
' S \ 8° HFO bestehenden Monogramme, dessen Deutung wohl
11 schwer werden dürfte. Sie stellt einen bärtigen Mann
am Tische vor. Auf letzterem liegt ein nacktes Kind, dessen rechte
Hand auf dem Todtenschädel ruht. An der Wand des Zimmers hängt
eine Tafel mit der Schrift: Metnento Mori Mors Nemini Parcet.
H. 4 Z. 7 L. Br. 6 Z. 4 L.