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3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
324
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324 II F. Nr. 019 — 923.

docli scheint Brulliot jene Holzschnitte nicht zu meinen. Sie könnenauch nicht von dem sogenannten Furtenhach, nnd auch nicht von HansFrank herrühren, da diese Meister viel früher starben.

Wir kennen nur Holzschnitte mit den zweiten und dritten Initialen,und diese sind sicher von dem sogenannten Furtenbach. Die grossenBuchstaben stehen auf einem Blatte in Tengler's Layen-Spieqel vonrechtmässigen Ordnungen —. Augspurg von Hansen Otmar — m.D.IX.Der Holzschnitt stellt zwei Engel vor, wie sie den teuflischen Anwaltin den Höllenrnchon treiben. Oben in der Glorie krönen Gott Vaterund Gott Sohn die hl. Jungfrau. H. 7 Z. Br. 4 Z. 11 L. Die übrigenzahlreichen Holzschnitte dieses Werkes sind ohne Zeichen, aber vonderselben Hand.

Den Holzschnitt mit den kleinen Initialen findet man in einemWerke des Johannes Geiler von Kaisersberg: Evangilia mit vss-legung —. Sirassburg 1517, fol. Er stellt Christus vor, wie er vomTeufel versucht wird.

919. Unbekannter Majolicamaler, welcher wahrscheinlich in derrj u zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gelebt hat. In einer**♦ "• 18!j!i zu Antwerpen stattgefundenen Versteigerung von Kunst-gegenständon kam eine Majolicaplatte mit einer Hirschjagd, und denInitialen H. F. vor.

920. Den Stempel der Fayence-Manufactur in Neapel haben wir

H-|—, oben No. 902 gegeben, und es ist auch bereits gesagt,

l\ dass auf Fabrikaten jener Anstalt die Initialen H. F.* vorkommen.

921. Johann Georg Hering, Historienmaler von Eschwege, fand

HF 1C>n \ ' n * >rag c ' nen Wirkungskreis, und daher mnss

• [ man in Kirchen und Palästen daselbst Ge-

H F vinxit 1635 \ mäkle von seiner Hand suchen. Dlabacz fand' die Initialen HF darauf vor, und sagt, sieseien in der Composition lobenswerth, in der Färbung aber graulich.Hering begab sich 1587 nach Italien, und wurde um 1020 Hofmalerin Prag. — Die Buchstaben H. F. 1020 findet man auch auf Zeich-nungen in Bister mit weisser Höhung auf farbigem Papier. Wir wissennicht, oh sie diesem Künstler angehören, oder dem alten Hans RudolphFüssli, welcher oben eingeführt ist.

922. Unbekannter Kupferstecher, welcher zu Anfang des 17. Jahr-iT -ri hunderte gelebt bat. Frenzel erwähnt im Catalog Sternberg II.

No. 2014 ein grosses Blatt, welches einen Jüngling mit demTode vorstellt. Unten sind deutsche Verse im Geiste des Fischart,gr. fol. Frenzel geht nicht weiter ein, und somit können wir nichtbestimmen, ob allenfalls der vorhergehende Meister die Zeichnunggeliefert hat.

923. Medailleure und Münzmeister, welche Gepräge H. F. zeich-TT -p neten. Auf ihre Namen geht Schlickeysen ein, und wir können

' nur wenig beifügen.

Hieronymus Federer, Stempelschneider und Münzmeister in Regens-burg, welcher 1073 starb, ist oben unter dem Monogramm HF No. 910eingeführt.

Heinrich Flemalle. Goldschmied und Stempelschneider in Lüttichum 1070.

Heinrich Fuchs, Stcmpclschncidcr, war um 1716—1720 in Oester-reich thatig.