314 HF. Nr. 896.
da die Zeichnung in der Weise A. Dürer's ausgeführt ist. H. 9 Z. 3 L.Br. 6 Z. 7 L.
Die beiden Monogramme kommen nur im ersten Drucke vor, in-dem sie beim späteren Drucke zugelegt oder herausgenommen wurden.Man findet diese Vorstellung auf der Rückseite des Titels des MissalePalauien. cum additionibus Benedictionn — — 1litfy. Am Knde:Renisum et correclum in clarissimo oppido Nurnbergensi impensisprovidorum mrorum Jacobi Heller , nee nun Henrici Hermann deWimphen, per Jodocum Galknecht, impressorem, finitum d. VII.Kai. Novembr. iSlU, toi.
Heller sagt in der Geschichte der Formschneidekunst S. 91, dassBartsch das Blatt mit St. Stephan im Verzeichnisse der HolzschnitteA. Dürer's No. 118 zum zweiten Male aufführe, indem später dasZeichen Dürer's beigefügt worden sei. In seinem Werke über A. DürerS. 829 No. 2233 kommt er auf den Holzschnitt im Passauer Missalezu sprechen, und bemerkt, dass Bartsch die Abdrücke ohne Zeichenmit Unrecht dem A. Dürer zuschreibe. In diesen Angaben liegt einTrrthum: weder der Holzschnitt bei Bartsch No. 109, noch jener No. 118kommt von der Platte zum Missalo, indem beide kleiner sind. Ob Dürerdie Zeichnung geliefert habe, bleibt dabin gestellt, gewiss ist aber, dasssie im Charakter desselben behandelt ist. Der Zeichner ist daher nichtder sogenannte Furtenbach, sondern eher der Monogrammist W T,welcher vielleicht ein Dürcr'sches Vorbild benutzt hat. Wenn dasZeichen, wie wir glauben, dem Wolfgang Traut von Nürnberg angehört,dann liegt der Einfluss Dürer's nahe, und wenn das ähnliche, nurkleinere Blatt bei Bartsch No. 109 unter den Holzschnitten nach Dürer'sZeichnungen aufgezählt ist, so hätte der Verfasser des Verzeichnisseswohl auf den grösseren Holzschnitt des Meisters HF verweisen können,er würde aber das kleinere Blatt (IT. fiZ. IL. Br. 8 Z. 6 L.) höchstensim Appendix der Holzschnitte im Gcscbmacke A. Dürer's aufgezählthaben. Der Meister HF, welcher auf diesem Holzschnitte das Fzwischen die oberen Schenkel des H setzte, ist wohl nicht jener HansFrank, welcher mit Burgkmair, Schäuffelein, und wohl auch mit Dürerin Berührung kam. Wir haben in der Einleitung auf HicronymusFormschneider von Nürnberg aufmerksam gemacht.
2) Das Plenurium oder R'trangelybuocli, Stimmer tin Winter leyl.Gedruckt durch Adam Pelri, von Langendorf, Burgern zt> Basel15/*, tüte, iSlfi, fol.
Dieses Werk enthält viele grössere Holzschnitte von Hans Schäuf-felein, und kleinere von Ursus Graf. Auf Blättern der ersten Auflagekommt das Zeichen Schäuffelein's mit jenem unsers Monogrammistenvor. Wir kennen nur die Auflage von 1840, in welcher folgende Blätterdas Monogramm haben:
1. Die Anbetung der Könige. Links unten das Zeichen vonSchäuffelein, rechts jenes unsers Monogrammisten. H. 7 Z. 4L.Br. 4 Z. 10 L.
2. Christus am Kreuze. Links stehen Maria, Johannes und zweiFrauen, rechts vier Juden. Unten gegen die Mitte bemerkt manSchäuffelein's Zeichen, links jenes unsers Meisters, welchenBartsch selbst muthmasslich Hans Frank nennt. Er beschreibtdie Blätter im Artikel des II. Schäuffelein No. 9 und No. 30.H. 7 Z. 4 L. Br. 4 Z. 10 L.
Dieser Holzschnitt kommt auf der Rückseite des Titels vor,und ist auch auf fol. c. II. b. eingedruckt.