HB. Nr. 862-866. 30S
stehende Jäger, welcher sich auf das Gewehr stützt, den Becher"kre-denzt. Hinter diesem ist bereits ein anderer im vollsten Zuge. Linksunten: Eugen Hess 1046. II. der Platte 0 Z. 4 L. Br. 9 Z. 1 L.
Henry Emy, Zeichner und Maler in Paris, ist durch ver-schiedene Illustrationen bekannt. Man findet sein Zeichenoder seinen Namen auf Holzschnitten der Contes de Boc-^^üb cace. Edition illustrde var H. Baron, T. Johannot, HenryEmy etc. Paris i046, gr . 8. Die 32 Holzschnitte dieses Werkeskommen auch in einem für sich bestehenden Hefte vor. Dann illu-strirte er die neue Ausgabe der Märchen von Charles Perrault, welcheJulius Grimm für Th. Grieben's Verlag auch deutsch bearbeitete. Die-ses Werk enthält 16 Holzschnitte nach Emy u. A. Frühere Holz-schnitte nach Emy's Zeichnungen findet man in dem Werke: La grandeville, nouveau tableau de Paris, dann in: Les Francais peinls pareux-memes. Paris 1046. Auf den meisten Blättern kommt das Mono-gramm vor, auf anderen zeichnete er HE.
863. Heinrich Elberskirchen, Münzmeister in Coblenz von 1669in bis 167S, bediente sich dieses Zeichens auf Geprägen. Auch die^ • Initialen H. E. kommen auf Münzen vor.
864. unbekannter Maler, welcher in der zweiten Hälfte desE/TVw'mv *"• Jahrhunderts in Sachsen oder in Augsburg gelebtj. j-jjvvruc. hahen körmte Brulliot I. No. 1730 sagt, dass man diesesZeichen auf Bildnissen von Churfürsten finde, welche Wolfgang Kiliangestochen hat. Es sind diess wahrscheinlich die sächsischen Chur-fürsten, welche unter folgendem Titel erschienen: SerenissimorumSaxoniae Electorum et quorundam dueum agnatorum genuinae ef-figies aeri incisae a Wolfgango Kiliano. Augustae Pindelicorum1621, kl. fol. Die erste Ausgabe dieses Werkes besorgte 1601 Domi-nions Gustos, und W. Kilian stach als junger Künstler Bildnisse dafür.Der Monogrammist muss daher im 16. Jahrhundert gelebt haben.
865. Unbekannter Schabkünstler, welcher in der zweiten Hälfte<7/(T) des 17. Jahrhunderts gelebt hat. Nach FrenzePs Angabe im
«JuZ^ Catalog Sternberg I No. 5010 findet man dieses Zeichen aufeinem Schwarzkunstblatte, welches den Leichnam Jesu Christi mit sei-ner Mutter am Grabe nach Annibale Carracci vorstellt, qu. fol. Andas Monogramm schliesst sich das Wort fecit, und es handelt sichdaher um denjenigen, der diese Vorstellung in Schabmanier ausgeführthat. Nach Frenzel's Angabe stammt das Blatt aus der ersten Zeit derErfindung dieser Kunst, fällt also jedenfalls in die zweite Hälfte des17. Jahrhunderts. Wir haben dieses Blatt nicht gesehen, und könnendaher kein Urthoil fällen. Das Monogramm ist nach Frenzel copirt, undscheint aus JH A" zu bestehen. Wir wagen es nicht, auf Egbert Heems-kerk Junior aufmerksam zu machen. Dieser Künstler hat in Schab-manier gearbeitet, man kennt aber ausser seinem eigenen Bildnissekein Blatt von seiner Hand.
866. Unbekannter Künstler, welcher in der ersten Hälfte desU p 18. Jahrhunderts in Italien lebte. In der Antiquitäton-Samm-' ' hing des 1833 verstorbenen A. C. Kohlniess war eine 7'/ 2 Z.hohe und 14 Z. breite Marmorplatie, auf welcher eine Scene aus derGeschichte des Paris und der Helena erhaben geätzt ist. Nach derAngabe des Verfertigers des Cataloges, Johannes Noodt in Hamburg,wurde diese Platte 1741 in Liborno von H. E. geätzt.
Monogrammisten Bd. III. 20