268 H C. Nr. 7S2 - 75S.
der St. Lorenzkirche zu Nürnberg. Dieses Gemälde stellt die thronendeGottesmutter mit Heiligen vor. Die vortreffliche Zeichnung A. Dürer'sbesass Sandrart, und er rühmt sie in seiner deutscheu Akademie. Ge-genwärtig befindet sie sich in der k. Kupforstiehsammlung zu Berlin.Auf dem Gemälde steht obiges Zeichen mit der Jahrzahl IZI-'S. InNürnberg findet mau auch Gemälde mit einem ans ///('bestellendenMonogramme. Sie werden ebenfalls dem Hans von Culmbach zuge-schrieben, welcher demnach mit dem Zeichen wechselte. In keinemFalle geboren ihm aber die /. C. gezeichneten Kupferstiche an. DieKronen im Wappenschildo deuten auf Cöln. Unter II K kommen wirunf diesen Meister zurück. Vgl. auch No. 7!>7.
752. Carl Herrmann, Maler aus Coblonz, machte seine Studien inL Düsseldorf unter Leitung des berühmten C. Sohn, und trat
/j>f|3f mit Glück in die Fussstapfen desselben. Er malte historischeDarstellungen, auf welchen wohl das Monogramm nicht vorkommt.Man findet es aber mit geringer Abweichung auf Zeichnungen, und inder gegebenen Form in einer radirten Kamlverziorung zu den Liederneines Malers mit Ranrlzeichnuni/en seiner Freunde (vom Maler undDichter lt. Reinick). Düsseldorf 1030, gr. 4. Das Blatt Ilerrmann'sgehört zu „ Wanderers A'achtlieder". Dieser Künstler lebt seit Jahrenin Mainz, und gehört zu den vorzüglichsten Meistern seines Faches.
753. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 16. Jahrhundert injf t Nürnberg gelebt zu haben scheint. Das gegebene Zeichen findet**-* man auf einem Blatte mit dem Bildnisse des Peter Paul Mer-cator Norimberr/ensis. flatus A« 1400, Denatus A. 1949. Er ist in
Oval hinter einer Brüstung dargestellt, an welcher drei Wappen an-gebracht sind. Dieses radirto, und hie und da mit dem Stichel bear-beitete Blatt hat ein rauhes Ansehen , das Bildniss scheint aber nacheinem sehr guten Original gefertiget zu seyn, kl. 8. Vgl. No. WH.
754. Unbekannter Formschneider, welcher gegen Ende des 16. Jahr-
rgi hunderts in der Schweiz thätlg war. Der Buchdrucker Georg■*—er. Straub in Basel gab 1600 ein Trachtenbuch heraus." zu welchemGottfried Ringli den grossten Theil der Zeichnungen gefertiget zuhaben scheint. Wir haben den Titel unter dem Monogramme CR,resp. G II II. No. !i84 angegeben, und bemerken daher nur, dass unserMeister Holzschnitte für dieses Costümbuch gefertiget habe.
755. Unbekannter Maler, welcher im 10. Jahrhundert in Sachsen<jv geloht zu hallen scheint. Das gegebene Zeichen findet man auf
Fi einem rauh radirten und gestochenen Blatte, welches einenFürsten mit Schwert und Schild unter dem Portale auf getäfeltenBoden stehend vorstellt. Hechts ist eine Draperie angebracht, undlinks oben ein Wappenschild mit vier Löwen. Links unten steht dasZeichen. II. 7 Z. 10 L. Hr. ;i Z. :t L. Ein anderes Blatt, welcheseinen unter dem Thronhimmel stehenden Fürsten in alter Tracht vor-stellt, und ebenfalls mit dem Zeichen vorkommt, kennen wir durchdie Mittheilung des Hrn. .1. A. Börner. An dem Schilde des Bürstensteht: KcharUis Mttrehio. H. 7 Z. 8 L. Br. !i Z. Dieser Echartusist der Markgraf Fekhart von Meisseu (986—100»). Das von Börnererwähnte Blatt gehört in die Meissnische Land vnd Berg Chronicavon Albinus. Dresden mit!), fol., da auf der Rückseite Text, undzugleich das in Holz geschnittene Bildniss Garl des Grossen eingedrucktist. Die andere Radirung, die uns vorlag, hat keinen Text auf derRückseite. Börner gab das Monogramm kräftiger, und daher glaubenwir, dass es sich um zwei verschiedene Blätter handle.