HB. Nr. 708. 241
Zusätze zu dem Verzeichnisse der Holzschnitte im Pelntrc-graveur.
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Wir fügen hier einzelne Blatter bei, welche nicht, in Druckwerkenvorkommen, und machen auch auf Druckwerke mit Holzschnittenaufmerksam, deren unter diesen verzeichnet sind, um nicht zu wieder-holten Malen denselben Titel citiren zu müssen. Die Bartsch unbe-kannten Holzschnitte in der herzoglichen Sammlung zu Gotha konntenwir nicht näher beschreiben. Die Notiz darüber gibt J. H. Schneiderim deutschen Kunstblatt 1853 No. 25.
Einzelne Holzschnitte.
1) [B. No. 1] Adam und Eva im Paradiese von der Schlangeverführt. Grosser Holzschnitt in acht Blättern.
Bartsch gibt nicht an, dass unten in der Mitte die BuchstabenH. B. stehen, und nennt das Blatt in Zeichnung und Schnitt sehrmittelmässig. Es ist vielleicht eine Copie vorhanden. In der v. Der-schau'schen Sammlung sind neue Abdrücke der Platten, welche wohlnoch vorhanden sind.
2) [B. 4] Salomon betet die Götzen an.
Im ersten, sehr seltenen Drucke hat das Bild eine Einfassung vonArabesken, wovon Bartsch keine Kunde hatte, fol.
3) [B. 13] Die hl. Jungfrau mit dem Kinde nach links. Sie sitztbis an die Kniee gesehen, und reicht dem auf ihrem Schoosse sitzen-den nackten Kinde einen Apfel. Auf dem Kissen liegt ein andererApfel, und neben dem Buche bemerkt man einen Zettel mit dem Buch-staben HB. Kissen und Buch liegen auf einer Art Brüstung. Linksöffnet sich die Aussicht auf eine hügelige Landschaft mit Wasser undeinem Schlosse im italienischen Styl. Auch im architektonischen Hinter-grunde der Madonna bemerkt man den Einfluss der Renaissance-Periode.H. 8 Z. Br. 5 Z. HL.
R. Weigel gibt dieses schöne Blatt im dritten Hefte der Holz-schnitte berühmter Meister in Copie. Er erklärt es als eigenhändigeArbeit Bnrgkmair's. Nur der Zeichner und Maler konnte (gegen 1810)im Stande gewesen seyn , diese Vorstellung so geistreich im Schnittezu behandeln.
4) |B. 9] Die hl. Jungfrau mit dem Kinde auf dem Schoosse. Esgibt neue Abdrücke mit Plattensprüngen
5) Maria mit dem Kinde an einem von Säulen cingefassten Eenstersitzend. Sic ist in halber Figur vorgestellt, und das Kind hält einenRosenkranz. Neben der hl. Jungfrau steht ein Krug mit Blumen, undrechts am Sockel //. B., fol. Catalog Rumohr No. 71)1.
(i) Maria, unter einem Portikus sitzend, von zwei musicirendenEngeln umgeben. Rechts sitzt der hl. Lukas an der Staffelei. Vornam Sockel bemerkt man die Buchstaben H. B., und oben ist die Jahr-zahl 1007, kl. fol. ■' ' •£• .
Dieses Blatt wird im Catalog Rumohr No. 702 als dem Verfasserdes Peintre-gravcur unbekannt angegeben. Bartsch beschreibt aberNo. 24 ebenfalls ein Bitö der Madonna mit St. Lukas unter einemPortikus von 1 507. El dürfte sich um das eine und dasselbe Blatt handeln.
7) Die heil. Jungfrau, stehend im Kniestück unter einem Bogen.Sie hält das nackte, sie liebkosende Jesuskind in den Armen, und inder rechten Hand einen Kranz von Rosen. Ohne Zeichen II. 10 Z. 2 L.Br. 5 Z. 8 Ii. Catalog Derschau No. 349.
8) Die Madonna sitzend von Engeln umgeben. Sie hält mit derrechten Hand das Buch, und stützt mit der anderen das nackte Kind,welches den von einem fliegenden Engel dargereichten Apfel ergreift. Die
Monogrammistcn Bd. UI. 10