Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
160
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160 H. Nr. 507 - BIO.

den älteren Hans Holbein können wir nicht stimmen , da dieser mitBurgkmair nichts gemein hat. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhundertslebte zu Augsburg ein Briefmaler Ulrich Hainly. Von ihm kennt man18 Darstellungen aus der Passion in Umrissen geschnitten, je zwei aufeinem Blatte mit kurzer Aufschrift und etwas längeren Unterschriften.Die neun Blätter waren zum Zusammenfügen bestimmt, und wurdenmit Patronen illuminirt. Sie haben die Adresse: S, D. au Auyfpurybey Virich Hainly Brieffmaler in der Jacober Vorstadt im kleinesSachsen yesslin. Vielleicht ist das Blatt mit H. 1511 von diesemHainly, da es ebenfalls colorirt erschien. Es stellt den kaiserlichenDoppeladler mit Crucifix und Wappen vor. Der Adler hat die heral-dische Stellung mit Christus am Kreuze an der Brust. lieber demHaupte des Heilandes erhebt sich ein dünner Stab mit flatterndemBande, auf welchem die Buchstaben I N RI stehen. An den ausge-breiteten Flügeln des Adlers sind Wappen von Städten und Ländern,sowie an den langen Schwungfedern. Auf entrollten Zetteln liest mandie Namen derselben. Oben steht: Des hailiy Römisch reich mitfeinen yelidern. H. 10 Z. 9 L. Br. 14 Z. 6' L. Solche fliegendeBlätter erschienen gewöhnlich bei Briefmalern, welche sie in Holzschnitten und colorirten.

507. Unbekannter Formschneider oder Zeichner, welcher um 1880\_£ in Basel thätig war. In S. Münster's Cosmograpbie, welche#X^ 1!5!50 bei Henric Petri in vermehrter Auflage erschien, ist einHolzschnitt mit dem gegebenen Zeichen, welches für H oder H F zunehmen ist. Das Blatt stellt den Knaben Jesus in der Judenschulovor, und Maria tritt zur Thüre herein. Diese Vorstellung ist auf SeiteVXCHiHi'i eingedruckt.

508. Der unbekannte Meister H copirte einen Holzschnitt von

HH. S. Beham, B. No. 121. Dieses Blatt stellt die Madonna vor,wie sie unter einem Zelte auf dem Kissen sitzt, und das Kindauf dem Schoosse hält. Letzteres ist halb stehend, und deutetmit der linken Hand nach dem hinter dem Kissen liegenden Joseph,dessen von der Hand gestützte Kopf aber nur sichtbar ist. Der Buch-stabe H steht rechts oben im Zelte, wo ihm Originale das MonogrammHSP sich zeigt. H. 4 Z. 7 L. Br. 3 Z. I L.

Der Buchstabe // könnte den Namen des Copiston auch nichtandeuten. Dieser Hess vielleicht nur den einen Buchstaben ausdem Monogramme Beham's stehen. Die Platte besitzt Herr DirektorWeiss in München.

509. Unbekannter Goldschmied, dessen Lebenszeit Heinecke (NeueNachrichten &c. S. 'A7'.\) um 1800 setzt. Dieser Schriftstellererwähnt ein Blatt mit einem Goldschmiedsmuster, auf welchemdas Zeichen vorkommt. H. 6 Z. Br. 4 Z. Dieses Blatt muss

sehr selten seyn, da wir es in keinem Cataloge angegeben fanden.Ueber den Meister können wir nichts bestimmen.

510. Hermann tom Ring, Maler aus Münster in Wcstphalen, geb.

W1K21, gest. 1599, hinterlicss viele Bilder, welche glatt gemaltsind, und durch die schwärzlichen Schatten in der Carnationauffallen. Auf etlichen Gemälden kommt dieser Buchstabe vor,in welchem o den Zunamen Ring ausdrückt. Auf anderen Gemäldenist das Monogramm complicirtcr, indem es aus II MO besteht.