Druckschrift 
3 (1863) GK - IML
Entstehung
Seite
34
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34 G L. Nr. 104 — 106.

104. Ludwig Emil Grimm, Maler und Radiror von Hanau, be-r hauptet unter dem Monogramme GEL II. No. 28!t7 eine

^fyjTi ausführliche Stelle, da er sich des ersten Zeichens nur aus-v^" ^ nahmsweise bediente. Wir verweisen daher auf den früherenArtikel.

105. Unbekannter Kupferstecher, dessen Lebenszeit die beigefügteJahrzahl bestimmt. Brulliot I. No. 218!» kennt eine CopH

i^ des Blattes von Marc Anton mit der heil. Cacilia nach

_^//^QO Rafael, B. No. Uli. Das Zeichen ist rechts unten. Höbe

V J S » Z. 1 L. Breite !i Z. !) L. Wir haben dieses Blatt

nicht gesehen, und finden es ausserdem auch nicht angezeigt. I'assavant,

der Biograph Bafael's, übergeht es ebenfalls.

106. Ludwig Gurlitt, Landschaftsmaler, geboren zu Altonn 1812,/^y machte seine Studien auf der k. Akademie in Copenhagen.

p vlX vorweilte auch einige Zeit in Dresden und in Berlin, und

Yj&57°,\..> begab sich dann nach einem längeren Aufenthalte inMünchen über die Alpen. Gurlitt durchwanderte ganz Italien, sammelteaber seine Studien weniger in den Städten , als in den Gebirgen undden malerischen Gegenden des Landes. Seine früheren Gemälde er-innern an die Häfen und Küstenstrecken seines Vaterlandes, an dieFiörds in Norwegen und Schweden u. s. w. Kr inalte damals das le-bendige Treiben der Schiffe auf der ruhigen oder bewegten See , undden in dieselbe mündenden Flüssen, so wie Landschaften zu jedorJahreszeit. Spätere Gemälde geben Ansichten aus dem Albaner- undSabincrgcbirge, aus den Apeninncn, aus der Umgebung von Neapel.Palermo u. s. w. In Rom hatte er auf der Villa Malta einen festenSitz, von wo aus er mehrere Aussichten auf die Stadt und die Um-gebung mit den Fernen der Gebirge in die Heimath entsandte. SeineBilder haben das Gepräge einer gesunden und glücklichen Auffassungder Natnr, und er weiss mit fester, sicherer und rascher Hand den un-mittelbaren Eindruck in ganzer Frische und Fülle zu geben. Besondersliebte er es, die Felsen und Bäume in Einsamkeit darzustellen, unddem Spiele des Sonnenscheins sie auszusetzen, während kaum ein oderzwei im Mittelgrunde oder in der Ferne siebtbare Menschengestaltendasselbe belauschen. Von I8;>2 an bereiste der Künstler die ostlichenLänder der österreichischen Monarchie. Die gesammelten Stoffe ver-arbeitet er jetzt in Wien mit gewohnter Meisterschaft. Er gehört seitJahren zu den Mitgliedern der k. Akademie in Copcnhagen.

Gurlitt bediente sich nur auf kleineren Gemälden, und auf Zeich-nungen eines Monogramms. Wie oben gegeben mit der Jahrzahl l/i~>7linden wir es auf einer Original-Radirung im Wiener -Künstler -Album-Auch auf früheren Radirungcn kommt ein Monogramm vor. Die Anzahlseiner zart radirlcu Blatter ist gering, und da, sie auch zu den Selten-heiten gehören, so zählen wir sie auf.

1) Kino schwedisch« Landschaft: Parthie ttf Bteking i Sterffk1(134-, qn. toi. Dieses Blatt ist im vierten Hefte des dänischen Knnst-vereins: Fra ffunitfopeningen i Kiöbenhaven (034, gr. toi.

2) Eine Waldparthie mit einer Korbträgerin 1832, kl. qu. fol-Sehr selten.

3) Die Capellc in einem nordischen Gebirgsthale, qu. 8.

4) Die Ansicht von Altona 1837. Schmal, gr. qu. fol.

H) Aus dem Sabinergebirge, mit dem Zeichen. Im Wiener KünstlerAlbum 1857, qu. fol.