AF. Nr. 515 — 519. 265
folgendem Werke: Genaue Abbildung und Beschreibung der in derHofkirche zu Innsbruck das Grabmal des Kaisers Maximilian I. um-gebenden 28 ehernen Statuen. Lithographirt und herausgegeben vonA. Falger. (Innsbruck 1826), 8. Unter den Radirungen auf Stein ausfrüherer Zeit, und mit obigem Zeichen, nennen wir ein Blatt mit 12verschiedenen Vorstellungen nach Callot u. A., unter dem Titel: Litho-graphische Versuche in allen Manieren, fol.
515. Buchdruckerzeichcn des Amand Farcal in Hagcnau.Man findet es oben in einer Titoleinfassung, welche einenreich verzierton Rahmen bildet, mit Säulen rechts und links,auf deren Capitälen geflügelte Kinder das Namensschild mitLaubwerk zieren. Unten steht die Jahrzahl (593. DieserTitel diente zu folgendem Werke: Elementa Pietatis cögesta
5; Joanne Agricola MDXXVII. Impressum Ilagcnovae per Amandum
««real, 8.
510. Antonio Tempesta, Maler und Kupferstecher, wurde oben
hr* No. 474, 506 u. 508 zu wiederholten Malen eingeführt, und
/XBclt. daher bemerken wir hier nur, dass er sich zuweilen auch
iv 8 . gegebenen Zeichens bedient habe. Man findet es auf Blättern mit
Heiligen und biblischen Darstellungen.
517. Arbogast Fremlin? Wir fanden eine Zeichnung in Tusch,* 7 I,* * welche ein Wappen mit zwei weiblichen Figuren vorstellt,/ T /^ und unten rechts das gegebene Monogramm enthält. Dem
"5 Zeichner waren Ilolbein's Werke nicht unbekannt, und er
gehört in das Jahrhundert desselben. Wir vermuthen unter dein Mono-gramme den Maler Arbogast Fromlin, welcher 1563 Mitglied der Zunft*Um Himmel in Basel wurde. Die Zeichnung diente als Vorbild zue 'iiem Glasgemäldc.
518. Unbekannter Zeichner oder Maler. Dieses aus AF oder FFDJ bestehende Monogramm fanden wir auf einem gut radirten Blatte
, eines um 1580 lebenden Künstlers. Das Zeichen hat einige Aohn-JMhkeit mit jenem des Franz Floris, welcher aber 1570 starb. Unser■Meister gehört jedoch ebenfalls der holländischen Schule an.
Das Blatt mit obigem Zeichen enthält eine Landschaft. Im Vor-BTOnde führt ein Soldat zwei Maulthiere mit Sänften, und weiter hinV( ui der Mitte des Vorgrundes aus geben Männer mit runden Buttena "f dem Rücken nach den Häusern zu, welche links unter Bäumenstehen. Von da an sieht man andere Häuser unter Bäumen im Mittel-Wunde nach links zu, wo auf einem Berge die Kirche steht. LinksBaten ist die Jahrzahl 15(10, und rechts in der Ecke das Zeichen.* 6 % Z. Br. 9 Z. 9 L. Dieses Blatt scheint selten zu seyn, da wir
!s nirgends beschrieben fanden.
519. Unbekannter Formschneider, welcher um 1545 — 1580 inSachsen, wahrscheinlich zu Leipzig, thätig war.
\ \ Man nennt ihn gewohnlich Adam Fuchs, angeh-
/\4 <=w»e>t lieh auf die Autorität Christ's hin, welcher aber inr* V K *! seinem Monogrammenhuchc S. 88 nur sagt, dass'las erste Zeichen auf feinen Holzschnitten in deutschen und lateini-schen, um 1580 bei Steinmann, Voegelin und Valentin Pabst zu Leip-z }% gedruckten Gebetbuchern vorkomme. Adam Fuchs nennt Christdiesen Formschneider nicht, sondern einen 1543 lebenden Kupferstecher^'t dem Monogramm AF. Christ gibt aber das erste Zeichen sicher, .6*088 an, da wir nur die drei anderen Monogrammen auf IIolz-"cnnitten gefunden haben.