Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
132
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132 AC. Nr. 298-299.

welche dem Künstler mit Unrecht zugeschrieben werden. — Es gibtdrei verschiedene Cnpicn, eine von lü Sudeler.

2) Eine sitzende Heilige mit einem Knaben an der Seite, welchem siedas Bündel znrecht zu machen scheint Rechts zu seinen Küssen stehtein Adler auf. Wahrscheinlich ist die Mutter des Evangelisten Jo-hannes dargestellt. Unten nach rechts A. ('., nach links: Sacl. exe.II. 5 Z. 11 L. Hr. 4 Z. 4 L. — Dieses Blatt ist radirt, aber wahr-scheinlich nicht von Annihalc Eine Zeichnung desselben liegt zu Grunde.

3) Der Leichnam des Herrn auf dem Schooee A<'i' Maria, welcheohnmächtig in den Armen einer der Frauen liegt, Johannes laset denrechten Arm des Heilandes, und macht die Magdalena auf die Wundedesselben aufmerksam. Unten steht: ,,llnmilitavii semetipsum, factusobedieni &c." Iiinks A. ( '. , gegen rechts das Monogramm des LukasVorsterman mit exeud. II. 4 Z. 9% L. Hr. 6 Z. 2 li. — Diese Dar-stellung ist unter dem Namen des Christus von Caprarola bekannt.Annilial Carracci hat sie gestochen, aber seinen Namen mit der Jahr-zahl Itin beigefügt, B. No. 4. Agostino Carracci hat ebenfalls einenStich geliefert, mit der Bezeichnung! Aug. Car.l\ Das erwähnte Blattmit A.C. ist daher Copie.

4) Jupiter als Satyr belauscht die schlafende Anliope. Hechts zuihren lläuptcn ist Amor mit dem Bogen, und gebietet dem Satyr Ruhe.Links unten (693. A. C. II. 5 /. 9 I,. Hr. 6 Z. 3 L. — Diesesstark radirte Blatt zählt man zu den vorzüglichsten Werken Annibale's.— Die sehr gute Copie erkennt man an den beiden kleinen Figurenim Grunde links. Im Original sind sie im Umriss, in der Copie miteiner horizontalen St.richhi.go bedeckt.

298. Annibale Carracci, dessen wir im vorhergehenden Artikel- /-> erwähnt haben, hat auch auf die gegebenen Initialen A C

J\\j Anspruch, doch sind sie nicht von ihm selbst auf die Blätter- gravirt, sondern von Simon Guillain, welcher du ich SG3 y seinen Namen andeutete. Man findet sie auf Radirungen des** letzteren, welche nach Annibale's Zeichnungen die Ausruferder Stadt Bologna vorstellen. Wir kommen unter A. ('. I. — S G. dar-auf zurück, weil die meisten Blätter auf solche Weise bezeichne! sind.

299. Antolne Coypel, Maler und Hadirer. der ältere Sohn des

J /"» AfJ Nocl Coypel, wurde Kiljl zu l'aris gehören,

tyl • L- ■,tA.-L,. l jt. C. und starb 1722 als erster Maler des Königsvon Frankreich. Bekannt durch Gemälde und siiche nach denselbenradirte er auch eine Anzahl von Blätter, welche zu den schönsten Nadel-arbeiten der französischen Schule gehören. Hobort - Dnmesnil, 1'. gr.•fr. II. 160 ff. beschreibt 14 Blattet, und macht auch auf jene Radir-ungen aufmerksam, welche ihm falschlich zugeschrieben Werden, Diehl. Cäcilia mit der Inschrift: Ca.ntabo domino in vita mea, welche M. d'Ar-gensville dem A. Coypel beilegt, ist von (J. Duchaffge gestochen. Diesieben Musen, weicht' in lienard's Catalog des Ca.binet l'aignon - Dijonvalals Arbeiten Coypel's erklärt werden, sind wahrscheinlich von Gh. Coypel.Das von Heinecke, Iluber, und Rost erwähnte Blatt mit der das KindStillenden Madonna ist von Masse nach der Zeichnung eines der Car-racci für das Cabinet Jabach radirt. Der von denselben Schriftstellernerwähnte Tod der Magdalena, in der Wüste ist von P. Drevet gestochen.Kin Hlatt mit .lupiler, welcher als Kind den Nymphen abergeben wird,soll nach früheren Angaben ebenfalls von A. Coypel herrühren, Robert-Dumesnil konnte es aber nicht vorlinden. Kin I'an mit dm 1 Flöte undAmor, angeblich von A. Coypel, ist nach diesem von 3. Audran, unddann von Fessard gestochen.