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Festigkeit eines gothischen Gebäudes besteht nicht allein indein sorgfältigen Aufeinanderfügen und Aufeinandergiefsenseiner Steine, sondern zugleich in einer sehr richtigen Vei>theilung der Last. Wenn dieses nicht wäre, so müfste derDom einstürzen, auch wenn alle Steinfugen hielten, weildie Steine selbst brechen würden.
So baute Sraeaton auf den, mitten im Meere liefen-den Rook Stoons den berühmten Leuchtthurm , nachdemer zweimal von der See war verschlungen worden. — Anihm sind, wie bei den gothischen Gebäuden, alle Steine ineinander gefugt und dann mit Eisen auf einander gegossen,so wie der Thurm selbst auf den abhängigen Felsen festge-gossen ist. Der Thurm ist 108 Fuis hoch. Bis auf einDrittel seiner Höhe ist er ganz massiv. Im zweiten Drittelsind die Mauern noch 6 bis 3 Fufs dick, und im letztennur noch einen Fufs, und auf diesen liegen noch Gewölbe.In der brausenden, alles verschlingenden See konnte Smea-ton nicht wie die gothischen Baumeister Pfeiler als Wider-lager anbringen. — Er liefs in die Gewölbsteine eine Rin-ne hauen, legte durch diese eine dreifache Kette, und nunwurde die ganze Rille mit Blei ausgegossen und die Ge-wölbe aufgesetzt. Der Thurm trotzt der See schon seit 3oJahren. Beim Sturme fliegen die Wellen über die Wind-fahne, der Felsen zittert dann, auf dem der Thurm steht ;