Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
VII
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Festigkeit eines gothischen Gebäudes besteht nicht allein indein sorgfältigen Aufeinanderfügen und Aufeinandergiefsenseiner Steine, sondern zugleich in einer sehr richtigen Vei>theilung der Last. Wenn dieses nicht wäre, so müfste derDom einstürzen, auch wenn alle Steinfugen hielten, weildie Steine selbst brechen würden.

So baute Sraeaton auf den, mitten im Meere liefen-den Rook Stoons den berühmten Leuchtthurm , nachdemer zweimal von der See war verschlungen worden. Anihm sind, wie bei den gothischen Gebäuden, alle Steine ineinander gefugt und dann mit Eisen auf einander gegossen,so wie der Thurm selbst auf den abhängigen Felsen festge-gossen ist. Der Thurm ist 108 Fuis hoch. Bis auf einDrittel seiner Höhe ist er ganz massiv. Im zweiten Drittelsind die Mauern noch 6 bis 3 Fufs dick, und im letztennur noch einen Fufs, und auf diesen liegen noch Gewölbe.In der brausenden, alles verschlingenden See konnte Smea-ton nicht wie die gothischen Baumeister Pfeiler als Wider-lager anbringen. Er liefs in die Gewölbsteine eine Rin-ne hauen, legte durch diese eine dreifache Kette, und nunwurde die ganze Rille mit Blei ausgegossen und die Ge-wölbe aufgesetzt. Der Thurm trotzt der See schon seit 3oJahren. Beim Sturme fliegen die Wellen über die Wind-fahne, der Felsen zittert dann, auf dem der Thurm steht ;