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8 (1856) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1778 bis 1798
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Landgrafschaft Thurgau. zgz

senken wollen, suchen zu beweisen, daß die LandcShcrrlichkcit dadurch nichts verlöre und daß eine andere"vhnung, wenn eine solche nicht von jedem Stand insbesondere bestimmt würde, zu weitläufigen Bcrath-sMgungcn führen müßte, und fügen bei, wie sehr der Landvogt ^während seiner zweijährigen RegierungH nicht nur den Beifall der Stände, sondern auch die Zufriedenheit des ganzen Landes erworben habe.Weich wird dem neuen Landvogt aufgetragen, sich bei seinem AmtSvorfahrcn zu erkundigen, was erWer den Gerichten zu Wäldi und in dasigcm Bezirk verstehe und über daö Vernommene an Zürichzu erstatten. 8 27. » 553. I7kN. Die Mehrheit der Stände glaubt, eine Diskretion von achtziguwdor, mithin von jedem Stande zehn Louisdor, möchte die angemessenste Entschädigung für den Land-3 sein. Da Uri und Untcrwaldcn begehren, daß jedem Stand überlassen werde, für sich allein daönndende an den Landvogt zu überwachen, nimmt man diesen Vorschlag »»1 releren,>»m. K 30. ßdj > Belohnung für den Laudvogt soll in Zukunft im Abschiede nicht mehr erscheinen, weil

Wigen Stände, welche bisanhin noch nicht entsprochen haben, in kurzem sich erklären wollen. § 3t.

FrcilGmsisllrlmnde für die LandlMsschaft Thurgan.

Und ^ Repräsentanten der L. eidgenössischen Stände Zürich, Bern, Luccrn, Uri, Schwyz, Unterwalden obSnädj Kcrnwald, Zng nnd Glarus Urkunden hiermit: Daß nachdem Wir aus Auftrag und Befehl Unserer

Nächst" H"ren und Obern Uns allhicr in Fraucnfeld besammclt, auf den heutigen Tag vor Uns erschienen sind,h^s ^'rdc Ehrcudcputirtc, nämlich die Herren Paul Reinhard von Wcinfcldcn, Johann Ulrich Kcssclring von Boltsch-^»btm Jakob von Gonzcnbach von Hauptwcil, Pfleger Johann Georg Andres aus Erlen, Quartier-

Aach»/^" Ammann aus Ermatingcn, Pfleger Widmcr von Nltnau, Enoch Brunschwcilcr von Hauptwcil, Doctor^ Fei/"" Ucßlingen, die Uns durch den Mund ihres Vorstehers, Herrn Paul Reinhard, die bereits unter demb" den L. Provisionalständcn Zürich und Luccrn schriftlich eingelegten Bitte um Befreiung der Landschaftündeu^ bisherigen Obcrhcrrlichkcit obbenanntcr VIII und soviel selbige das Malcfiz berührt, auch der»a djx s Frciburg und Solothurn, sowie dann weiter die zweite Bitte, um den Anschluß gedachter Landschaft»nd :> Wtwizcrische Eidgenossenschaft geziemend wiederholt und vorgetragen, mit der fernem feierlichen ErklärungWeM . '"'"st» daß sie und ihr Land nach ihrer erfolgten Befreiung es sich zur heiligen Pflicht machen werden,den ""er ohne fremde Einmischung frei einzurichtenden neuen Landesverfassung unter Gottes Beistand »orderstössinm^^nktcn Bestand der Landcsrcligioncn, sowie die Sicherheit der Personen und die Rechte alles und jedenjhiitzm ""d privat-, geistlichen und weltlichen, fremden und einheimischen Eigcnthums, mit vereinten Kräften zu

und im Fall der Roth zur Verthcidigung des gcmcineidgenössischcn Vaterlandes Gut und Blut einzusetzen,üsivnd/"" ^uS nun alle mit cinmüthigcr, dieser Bitte entsprechenden Instruction und Vollmacht verseheni>n N haben wir aus Kraft derselben und auf die angehörte Zusicherung der thurgauischcn Landcsdeputirten,

h. dufter gnädigen Herren und Obern der VIII Stände, auch mit schriftlich erhaltener Zustimmung des

^ Solothurn, da der L. Stand Frciburg wegen den Kricgsläufcn den Congrcß weder besuchen noch^rlj/a ^nncn, die Landschaft Thurgau von der bisherigen Untcrthanenpflicht gegen besagte L. Stände ans das»He ^ ° und ledig gesprochen, dieselbe für gefreit und von Unfern Principalitäten unabhängig erklärt, mithin^udschak ^ oberherrlichcn Rechte, die bisdahin von den L. Ständen darin besessen und ausgeübt worden, auf die^ ^ übergetragen, nnd dieselbe als ein für sich selbst bestehendes Glied der schweizerischen Eidgenossenschaft' unt dem einzigen Vorbehalt, daß die Artikel ihres Bündnisses mit derselben einer gcmcincidgcnössischcnZu ^ "W'uigcstcllt bleiben sollen.

Zürichs ^Wkin festem Urkund ist dieses Instrument von Unscrm Präsident, dem Repräsentanten des L. Cantoni» er "Uneben, und mit desselben Jnsicgcl bekräftigt worden, so bcschehcn

^ Aufeld, Samstag den 3. März 1798. In aller Repräsentanten Namen:

s, Hans Jakob Pcstalutz, des kleinen Raths und Repräsentant de« L. Standes Zürich.

Salomen Wyß, Lcgationssecretair des L. Standes Zürich.

Anton Heitlingen, Lcgationssecretair des L. Standes Schwyz.