Z7(i Deccmbcr l797 bis Januar i798.
Unterbürgermeistcr. Wallis. Jakob Valentin Sigristcn; Hilbcbrand Rotten. Biel. Johann Jakob H^'Johann Peter Schaltcnbrand, des Raths.
Die eidgenössische Begrüßung findet statt. Kl. I». Das Schreiben des Geschäftsträgers Bach"''datirt aus Basel vom 5. Mvose 6. (25. December), worin er eröffnet, das; er auf den Reichszu Rcgenöburg als bevollmächtigter Minister abgehe, und dasjenige seines Nachfolgers, I. Meng^vom gleichen Tage werden beantwortet, h 2. e. Weil der Stand Bern, hauptsächlich um der angre"zenden fürstbischöflich basclschcn Lande willen eine Abordnung auf den Rcichsfricdcnöcongreß zu Ras"in der Person des Professors Carl Ludwig Tscharncr veranstaltet hat, so kömmt zur Bcrathung, ob ^diese provisorische Maßnahme, welche von Zürich, Solothurn und Biel gutgeheißen wird, unterstü^'oder ob man es bei jener einzelnen Deputation belassen wolle. Bern, wie Basel wünschen, daß ^Abgeordneten noch Jemand beigegeben werde. Von einer aus den Nachgesandten von Zürich,Luecrn, Uri, Schwhz, Basel, Frciburg, Solothurn und Biel und dem ersten Gesandten von Nidwa^niedergesetzten Kommission wird das Gleiche begehrt und Zürich um einen zweiten Dcputirtcn angestautwelcher Stand den Rathöhcrrn Johann Jakob Pcstalutz bezeichnet. Die Session versieht nun jedenbeiden Abgeordneten mit einem Patent und folgender Instruction:
Bei der Hinsicht auf die gegenwärtigen für unser eidgenössisches Vaterland so wichtigen Zeitumstände und aufRastatt versammelten allgemeinen Rcichsfriedenscongreß, wo die künftige Bestimmung mehrerer an die Eidgenosse»; ^glänzenden Lande und andere der Aufmerksamkeit derselben würdige Gegenstände zur Sprache kommen können, finden >»>bewogen, unser Auge auf eine gcmcineidgcnösflsche doppelte Abordnung zu richten,
(An den bernerischcn Herrn Abgeordneten.) (An den zürcherischen Herrn Abgeordneten-)
und in Folge der an unserm Herrn allgemein geschätzten Ein- Da nun mit und neben dem zu dem gleichen gemein»»p^gsichten und vaterländischen Dcnkungsart dieselben mit und Zweck bereits an Ort und Stelle sich befindenden Hell», ^nebst dem von dem L. Stand Zürich dahin abgeordneten Herrn Ludwig Tscharner ab Seite des L. Standes ZürichPestalutz mit diesem Auftrag um so eher zu versehen, da Sic fem Auftrag ist versehen worden, so übersendenauf erhaltenen provisorischen Ruf ab Seite einiger besonder» selben beigeschlossen das auf Dero gegenwärtige ausgcd^,.^L. Stände zu dem gleichen gemeinnützigen Zwecke bereits an Bestimmung sich beziehende Beglaubigungspatent und l -Ort und Stelle sich befinden, wir übersenden desnahen Denen- solchem zu Ihrem Verhalt die Anleitung bei, bcvorderlselbe» a-bendcd
die von Seite der Stände Bern, Solothurn und Biel mit verschiedenen Theilcn der fürstbischöflich baselschen LandebeP^^tVerhältnisse behörigen Orts bekannt zu machen und auf die Beibehaltung derselben, so wie auf die Räumung bies",.^ pcvon den darin befindlichen Truppen mit allem Nachdruck zu dringen, hicrnächst dann weiter überall dasjenige was lEidgenossenschaft in eint oder anderer Rücksicht wichtiges bei der gegenwärtigen reichsständischcn Versammlung auf hwgebracht werden könnte, sorgfältige Erkundigung einzuziehen und wenn wirklich von solchen Gegenständen die Rede fiwghrc»welche die Neutralität der Eidgenossenschaft und das allgemeine Interesse derselben oder auch einzelner L. Stände »a ^a,möchte, einsweilcn immer mit angemessenen kräftigen Vorstellungen einzuwirken, dabei aber in keinerlei Vorschläge e»Üsondern davon, sowie von den eingezogenen Erkundigungen dem L. Stand Zürich zu Händen der sämmtlichen eidgeiwll^aStände und Orte in jedem Fall fördcrsamcn Bericht zu erstatten. Obgleich diese Instruction nur auf einigen augs. zllGrundsätzen beruht, so werden unsere Hochgerichten Herren dennoch alles darin enthalten finden, was denselben " Mickaufgetragenen Mission zur Wegweisung dienen kann. Wir näbren das begründete Zutraue», daß Sie Ihre Klugheit, ^ lund Thätigkeit zum Wohl des lieben Vaterlandes mit ersprießlichem Erfolg verwenden werden, wozu wir IM»mitwirkenden Segen anwünschen und Sie inzwischen unserer wahren Hochschätzung und geneigten Gesinnungen versichert
Ferner werden den Abgeordneten Empfehlungsschreiben an Bouapartc, sowie an die französischen - kai elichcn und preußischen Bevollmächtigten mitgegeben. Dasjenige an den Obergcncral lautet wie folgt'
Bürger General.
Nahe und entlegene Völker bewundern in Ihnen einen Helden, der mit vorzüglichen Talenten begäbet sich dur« / astausgezeichnet hat. zu denen die Geschichte kein ähnliches Gegenstück liefert. Solche Geistesgaben können nicht anden^Mmit den edelsten Gesinnungen und mit einer wohlwollenden Dcnkungsart gegen eine Nation vereinigt sein, welche Frmbenachbarte und älteste Verbündete ist und keine weitergehende Wünsche hat, als bei ihrem Besitzthum und be>Jahrhunderte genießenden wesentlichen Früchten der Freiheit ruhig zu verbleiben, und mit allen sie umgebenden Srbestem Vernehmen zu leben. < Pasta»
In diesem unbegrenzten Zutrauen und dieser Ueberzeugung nehmen wir die Freiheit, unfern Abgeordneten naw tgc»gegenwärtiges Empfehlungsschreiben an Sie zuzustellen und Wohldicselben auf das angelegenste zu ersuchen, daß Sje Ochtel»unfern Abgeordneten in ihrem Anbringen geneigtes Gehör gestatten und Dero gütige Unterstützung angedcihen lasse»