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8 (1856) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1778 bis 1798
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Juli 1786,

118.

Konferenzen der katholischen Gesandtschaften

während der gcmeineidgenössischcn Tagsatzung im Zuli 1786,

Mrchiv Nidwalden.1

». Das Complimcntschrcibeu des Fürstbischofs von Basel wird verlesen und beantwortet. üi ^I». Mehrere Stände sind instruirt, daß das Restitutionsgeschäft um seiner Wichtigkeit willen fernerAbschiede beibehalten werden möchte, H 2. e. Durch den Stand Schwhz sind sämmtliche katholiDStände im Laufe des Jahres in Kcnntniß gesetzt worden, daß demselben das burgundische Salz aufsnicht gehörig geliefert worden sei, weshalb die meisten Orte in ihren Instructionen Rücksicht darauf uahin^damit besagtem Stande zu seinem Rechte verholfen werden könne. Bei der Berathung findet man nöthÄden Hoheiten anzutragen, mit möglichster Beförderung an Lucern ihre Zustimmung zu Abgabe cii^kräftigen Vorstellungsschreibcns an den französischen Botschafter gelangen zu lassen. Der zugcrischc Gesan^ist nicht instruirt, weil die schwhzerischc Anzeige seinen Obern nicht zugekommen war, und der frciburgi^kann zu einem Schreiben an den Botschafter nicht Hand bieten und glaubt, daß auch seine Obern ^dazu einwilligen werden, 3. «I. Der Gesandte von Solothurn eröffnet, sein Stand habe ersahtzufolge eines kaiserlich königlichen Dccrctes solle das helvetische Kollegium zu Mailand geräumt und ^Alumnen in das dasige große Seminar versetzt werden, so daß zu vcrmuthen sei, nach beendigtenjähren möchte auch dieses Kollegium keinen Bestand mehr haben und die Seminaristen anderswohin gebr^werden. Die Gesandten, obwohl mit keinen Instructionen verscheu, verdanken diesen Vortrag auf ^höflichste, halten aber dafür, die Angelegenheit sei an die cunetbirgische Jahrrcchnung zu weisen, ^läßt man das Verhandelte in den Abschied fallen, damit die auf jene Zusammenkunft abzuordnen^Gesandten deshalb instruirt werden können, y 4. v. Die Gesandtschaft von Glarus eröffnet die Jnstruct'^es möchte das Stipendium, welches die Krone Frankreich katholischen Schweizern zu geben Pflege, in Zukl^bezogen werden können, ohne daß ein Zcugniß von dem Vorsteher eines französischen Kollegiums ^Gunsten des Stipendiaten vorzuweisen sei. Die übrigen Gesandtschaften, deshalb nicht instruirt, besorg^es könnten ,, böse Folgerungen" zur Sprache kommen, und halte« es für das Beste, künftig dieser Ma^nicht mehr zu gedenken. H 8. l". Die Gesandtschaft von Schwhz beschwert sich iustructionsgcmäßdie Zürcherzcitung, besonders über das Blatt Nr, 51, worin folgende sehr ärgerliche, der katholis^Religion zum Schimpf dienende und dem Landfrieden zuwider laufende Ausdrücke enthalten seien:

Rom, vom 10, Zum. Seit einige» Tagen ist hier eine geheime Kongregation niedergesetzt worden, deren Namcn ^Bestimmung zur Zeit noch ein Gehcimniß ist. Man bemerkte noch weiter nichts, als daß von dieser Kongregation ausder ganzen römisch-katholischen Christenheit ein geheimer Briefwechsel unterhalten wird. Man sagt, der heilige Vaterein auf die zu besorgende Fälle, die nun wirklich fich ereignet hätten, in Bereitschaft liegendes Manüscript eines sehr heiUPabstes hervorgezogen, und man werde die Verhaltungsregeln, die in diesem Manuscripte vorgeschrieben sein st/I!gründlichst in Ausübung bringen, Nun liest man hier auch den Informativ-Prozeß, welcher die Acten der Seligst««,ff.jdes im Gerüche der römisch-katholischen Heiligkeit verstorbenen Franzosen, Benedikt Labre, enthaltet Was den Eifer dM,Heiligstrcchungssache noch mehr anfeuert, ist, daß die andächtigen und rechtgläubigen Christen von Zeit zu Zeit beträchtzAGeldalmosen einsenden, worunter sich erst jüngst die liebe, schöne Summ- von 2247 Scudi, 15 Bajochi nach römischerbefand, Ze eher die benöthigte Summe zusammen fließt, um so geschwinder wird Labre heilig. Das visrlo <>lbefindet deswegen für gut, die von Zeit zu Zeit eingelaufenen Summen bekannt zu machen, damit sich milde Hände dar»zu richten wissen,

Sie ersucht demzufolge die übrigen Gesandtschaften, auf Mittel Bedacht zu nehmen, wie solchem Unw^in Zukunft vorgebogen werden könnte. Zugleich zeigt sich, daß auch die in Schaffhauscu erschein^