November bis Decembcr 1781.
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Re Regierung ausgestreuten anonhmcn Schmähschriften werden sammt den Aussagen des Genannten den^Präsentanten aus Austrag der geheimen Räthc vorgelegt, mit der Bemerkung, diese Behörde stehe in^er Ansicht, cö sollte weiter nachgespürt werden. Die Repräsentanten glauben indeß, eö seien wenigstensfür den Augenblick keine gewaltsamen Mittel anzuwenden, da solches die Gcmüthcr nur erbittern könnte""d dadurch alle Hoffnung auf eine friedliche Beilegung der Sache verschwinden müßte. Zugleich wirdRepräsentanten eine Abschrift „des am letzten Sonntag in der Pannervcrsammlung gehaltenen Discurscöder Eingabe (iteprösentation)" der Bürgerschaft eingehändigt. «I. Vierte Sitzung, 21. November.Ddet berichtet, die höchste Gewalt habe obige Eingabe als eine freche, die Staatsverfassung angreifendeErstellung nur mit Unwillen aufgenommen und dieselbe, ohne dermalen einen Beschluß zu fassen, denOheimen Röthen zur Begutachtung überwiesen. Zugleich legt er einen umständlichen Bericht ab über dieheute früh mit Dominik Fremiot, Advocat Richard und Chirurgns Graf aufgenommenen Verhöre betreffendh'e bei dem ersten entdeckten Schriften, und erbittet sich deshalb den guten Rath der Repräsentanten, die'hre zwei Tage zuvor geäußerte Meinung wiederholen, daß alle fcrnern Nachfragen dermalen nur schädlichfk'n würde». Füustc Sitzung, 27. November. Da die Bürgerschaft nicht, wie man vcrhofft hatte,'hre Eingabe zurückziehen will, eröffnen die Committirtcn den Repräsentanten aus Auftrag der geheimenRcithe folgendes: 1) Man werde niemals zu der begehrten Vorweisung der Titel, auf welche» dieStaatsverfassung beruhe, sich verstehen, noch weniger zugeben, daß im geringsten an der dcrmaligcnRegierungsform etwas verändert werde; 2) man sollte ungesäumt sich mit dem Entwürfe eines Gutachtensüber die Beschwcrdepunktc der Bürgerschaft beschäftigen, und 3) müsse von nun an den Ausschüssen oderHeu Commisscn der Bürgerschaft „ all' weiterer Beruf benommeu werden." Die Repräsentanten äußern sichHuhin, Pix Zerwürfnisse werden nur dadurch zu schlichte» sein, daß von der Obrigkeit eine Deklarationfaiiinit einem endlichen Entscheide über diejenigen Vorrechte, deren die gemeinen Bürger der Hauptstadt zu^nießcn haben sollen, wie über die ihnen obliegenden Pflichten, gegeben werde, t. Sechste Sitzung,^-November. Die Repräsentanten bescheiden die Committirten vor sich, um ihnen folgendes zu eröffnen:Riciuand werde zweifeln, daß der Ausschluß der adelichen Familien von den wichtigsten Stellen der Republikftir dieselbe» empfindlich sein müsse, sowie cö anderseits begreiflich sei, daß die Adelichen durch ihre höher»Titel bei den übrigen rcgimentsfähigcn Familien einen widrigen Eindruck machen. Die Adelichen hätteniU>ar bis anhin noch keinen öffentlichen Schritt gcthan, es sei aber den Repräsentanten zuverlässig bekannt,haß sie Willens wären, über diesen Ausschluß sich zu beschweren. Da nun bereits vierzehn Tage inunbedeutenden Berathschlagungcn verstrichen seien, ohne daß dieser Angelegenheit Erwähnung geschehen, souuissen die Repräsentanten anrathcn, die regimcntsfähigcn Familien zu Freiburg unter einander auszu-reichen und festzusetzen, daß in Zukunft die patrizischcn Familien ohne Unterschied zu allen Stellen in derRepublik gelangen können; damit aber in Allem Gleichheit beobachtet werde, wäre eine gleichförmigeTitulatur einzuführen. Die Committirtcn verheißen diesen Vorschlag den geheimen Röthen zu hinterbringen.T« Siebente Sitzung, 5. Dcccmber. Die Committirtcn erklären, daß die geheimen Räthc den Ausschlußh?v Adelichen von dem Vcnneramt und den Hcimlichcrstcllcn, wie den Vorschlag zu Einführung derTitulaturgleichhcit zwischen den Adelichen und standesfähigcn Geschlechtern in reifliche Bcrathung gezogenhaben; allein sie müssen wünschen, hiemit verschont zu bleiben und die Adelichen mit ihrem Anliegen nachhar constitutionSmäßigcn Uebung an daö Haupt der Republik gewiesen zu sehen, von welchen: denselbenainc Audienz werde gestattet werden. I». Achte Sitzung, am gleichen Tage. Der Entwurf der Deklaration