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Wünsche und Hoffnungen eines Rheinländers
Entstehung
Seite
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leicht in anderen Ständen, als in den Landenam Rhein, und sie bedürfen vielleicht eine et-was andere Einrichtung bey ihrer Vertretung.Jede Vertretung ist gut, die Form mag seynwelche sie will, wenn sie nur den wahrenSchwerpunkt des Volkes in sich schliefst, undwenn sie so eingerichtet ist, dafs dieser sichimmer in ihr findet, auch wenn die fortschrei-tende Zeit ihn in andere Stünde bringt.

10.

So wie im Körper das Blutader und Pulsadersy-stem jedes für sieh besteht, so mufs auch im Staa-te die Volksvertretung und die Regierung, jedefür sich bestehen , und völlig abgesondert seyn.

Es ist fehlerhaft, dafs in Frankreich dieVolksrepresentanten zugleich Minister sind.Niemand kann zwey Herren dienen. Sie ha-ben die Meinung gegen sich, dafs sie dem ambesten dienen , der sie am besten bezahlt. DasVolk hat kein Zutrauen zu seinen Stellvertre-tern , und mit dem Zutrauen fällt der schön-ste Theil der Vertretung weg. Auch könnensie in einem Staate , wo das persönliche In-teresse, jedes allgemeine überwiegt, sehr ge-fährlich werden, durch den Einflufs den sieauf die andern Representanten haben, weil je-der sich gerne dem Collegen Minister gefälligerzeigt, indem er hofft, dafs dieser in ähnli-chen Fällen, zu allen Gegendiensten bereit sey.