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Hexenglaube und Hexenverfolgung in den oesterreichischen Alpenlaendern
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137
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Pt03ejf« in Sübfteiermatl unb Krain 137

aus pobrefcr). Der traf, als er im flprit 1692 oon tftarburg in fein fjeimatborfmanberte, am Kreu3 beim £inbenbaum in ber Räf?e oon $rauftauben an öerStelle einer alten Springerfircfye eine Gjefellfdjaft oon etroa Imnbert Ceuten.Als er Urnen freunblid)oon Sott einen guten Gag" bot, mar alles oerfdmumben;auffteigenber Ounft aber marf ib.n öreimat 3U Boben. ITtan mu& miffen, öafePetfdjar fed}sunbfieb3ig 3ab.re alt mar, oafe er getrunfen r/atte unö öafe er über^öies mit öen beiöen $rauen, bie er fidjer erfannt b.aben wollte, in $einb[d)aftftanö. 3ubem Ijatte er in einer früheren Derneljmung erflärt, mit gutem (5e=miffen niemanb befdmlbigen 3U fönnen. Grotjbem erfdjeint öiefe flusfage alsfyinreidjenb, um batnit bie (Einleitung bes pro3effes 3U rechtfertigen. Der Aus*gang ift unbefannt.

flud? fonft 3eigt fid? eine ftarfe flftioität ber inneröfterreidjifdjen Regierungin 3<mbereifadjen gegenüber ben £anbgerid}tsl?errfcr/aften, bie toegen ber großenKoften, Dielleidjt aud} megen ber beginnenben befferen (Einfielt, 3U 3ögern amfangen. So fragt bie Regierung im felben 3ab.re beibenen oon ttlarburg" 27 °) an,ob es malu* fei, bafo bort ein altes IDeib aus ber £uft in ben Kapu3Ütergartengefallen fei, unb erhält eine oollftänbig oerneinenbe flntmort. (Ein IjübfdjerBeitrag 3m £egenbenbilbung!

flm 4. Oe3ember 1694 »erben in ber gräflidj Purgftallfdjen tjerrfdjaftSreitlmrn 271 ) an ber Kulpa in Krain oier $rauen, bie <5>era (Sregorijdjfa, bie flnnaSittltjerin, bie Katra Daletflja unb bie Refdja Sdmjdjitjin megen 3miberei unbGnftmorb Ijingertdjtet. Sie Ijatten nidjt nur üeufelsbunb unb tjefentan3 aufbem Klef im benadjbarten Kroatien, bem Blodsberg biefes Canbes, 3ugegebenfonbern aud), was ber tDab.rb.eit nab.egefommen fein bürfte, bie Dergiftung ber(5räfin Purgftall auf Deranlaffung einer eiferfüdjtigen Rebenbufylerin, ber (Bräfinoon IDagenberg 272 ) auf Scfylofe RTöttling, mit einemmeinen Puloerl", bas roob.1flrfenif gemefen ift. tDas ber ©räfin gefdjab., roiffen mir nidjt.

Aus bem im Dorbernberger Hrdjto 273 ) liegenben (Entmurf eines Redjts-gutadjtens eines unbekannten 3uriften an ben Dermalter ber t)errfd?aft IDeimberg bei Kefermarlt in (Dberöfterreid? ergibt fidj, baJ3 bort 1694 ber £anbftreid?erunb Opferftodbieb Abraham (Enbtfdjlöger, bei bem fllraumrmr3eln gefunbenmorben finb, in fjaft lag. Der ©utadjter fpridjt bie Über3eugung aus, befy berDerljaftete mit bem (Teufel in Derbinbung fteb.e. Dem (Butadjten finb 3meiSegen 3ur flbmeljr teuflifcfyer (Einflüffe betgefügt, beren einer an ber G>efängnis=tür, ber 3tr«eite in ber Redftube angebradjt merben foll.

XXXVII. 1694 fpielt in £eoben ber merftoürbige Pro3eJ3 gegen biefogenannte 3ob.annesbrüberfdjaft 274 ), fo genannt nad? bem £anbftreid?er unbSdjminbler 3oljannes, ber ber Stifter biefer (Dffultiftengemeinbe bes 17. 3ab.r=

«*>) S£Rfl. (610.3 Kop. 1693 VI 101.

»") fjammer«Purgitall III 281 ff.

27a ) Sic! (Es fyanbelt ftd; offenbar um eine ßräfin oon tDagenfpetg. Dgl. VOm^bai)26.. S. 74ff.

,73 ) SCfl. Sono. flrd). Dorbernberg Strff. 26.

*'*) fllt (gebunben) im SCfl. übet ben Prosefe Ktones, 3ob..«Btubet|d)aft; 3roie«bined, Dorfleben S. 110-139; Byloff, 3aub. 5.67ff.