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Hexenglaube und Hexenverfolgung in den oesterreichischen Alpenlaendern
Entstehung
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76 (Erlebnis Partners in Sal3butg. IDotfbannerei. £ynd}iujti3

öie fpafeljafte, aber überaus be3eidmenbe <5efd}id?te 184 ), öie fidj beim iloöe öesberühmten 3efuiten unö Geologen flöam (tanner, 6er felbft öen ©egnernöer öamals Ijerrfdjenöen Prajis öer t)er;enpro3effe mit Dorbefjalt beige3ab.ltroeröen !ann 185 ), ereignete. Banner ftarb am 25. lTCär3 1632 im Dorfe Untenim jal3burgifdjen pin3gau. Unter feinen mitgefürten fjabfeligfeiten fanöen öieBauern ein Tttitroffop mit einem eingefdjloffenen $lolj, ein <5efd)ent öes 3ngol=ftäöter flftronomen unö 3efuiten Sdjeiner. Die Bauern breiten öen $lob. füreinen „©lasteufel" unö rotberfefcten fid? öem firdjlidjen Begräbniffe, bis öerPfarrer öurdj Öffnung öes 3nftrumentes öen 3rrtum aufflärte.

Rad? öer £anögeridjtsraitung öes Stiftes Reun bei (5ra3 186 ) l?at 1633öer IDeber oon (Bratroein roegen 3anberei eine (Belöftrafe oon 6 R erhalten —alfo ein geringfügiger Sali! (Ebenfo geringfügig ift roatnidjeinlidj 1634 ebenöortöer pro3efe gegen öie Urfula (Bringtngerin abgelaufen, öie 3aubermittel oerfauftblatte unö öaljer ejaminiert touröe.

XXVIII. flm 14. $eber 1635 »ernimmt öer lanöesfürftlidje Sorftmetfterim fteirifdjen (Ennstal £. üropper in fluffee gütlidj öen bayrifdjen £anöftreidjerunö <5elegent|eitsarbeiter Blafius Pürbjnger 187 ), öen öie faiferltctjen $orft=fnedjte auf freier £anöftrafee unter öem Deröadjte öer IDolfbannerei aufgebobenIjaben. Dtefer gefteljt aud} öas „tDölfefdjiden" unö er30b.lt, er Ijabe am St. RTarten=tag örei IDötfe oon Sal3burg b.er nad} Steiermarl gefdjidt. Sein tjerr, öer ilmöie Kunft gelehrt, fage 3U öen ausgefdjicften tDölfen: „<5cr)cts tjin in aller 1000teuffei namen, öas engfb. fain fugl fdjaöt". (Er nennt audj einen nod} nidjt ge=fangenen (Benoffen BTatb.es, öer fict) am (Brunölfee unö in lÜitteröorf herumtreibtunö öie Kunft ebenfalls ausübt. Die fluflöfeformel für öen tDolfbann, öie erangibt, beruft fidj — rote öer IDolffegen felbft — auf öen ^eiligen Petrus unöfeine Binöe* unö £öfegeroalt. Sid?er ift pürbmger öem £anögerid}t aus=geliefert rooröen. Sein Sdjidfal ift unbefannt; öer refignierte Ausruf bei feinerDerljaftung, fetjt feb.e er feine ITtutter nidjt mebj, befagt aber genug.

1635 b.at fidj in öen £anögerid)ten Raöfersburg unö S^cöau ein $all oon£vjnd}jufti3 gegen örei öer t)ej:erei be3idjtigte $rauen ereignet m ), öie man imRIartt IDernfee, bei grieöau unö in <Boren3enberg bei Sauritfdj als ©pfer öerDolfsrout roafytfdjeinlidj roegen eines Ijagelfdjlages Derbrannte. Die Regierungfcbjeibt an öen fteirifdjen £anöesb.auptmann Karl (Braf oon Saurau, er mögeÖie £anögerid}tsb.errn ceranlaffen, foldje flusfdjreitungen ab3uftellen unö öieüäter 3U bejtrafen. Aus fpäteren Betreibungen ergibt fidj, öafj öie (Beridjte3ögerten, in öiefer Ijeiffen Sadje gegen öie $übm öer Beroegung ei^ufdu'eiten.(Erft 1639 fdjeint öer Pro3efe in $luJ3 getommen 3U fein. U)ir erfahren aus eineman öie inneröfterreidjifdje Regierung erftatteten (Butadjten 00m 26. 3änner 1639

'") Rie 3 ler S. 259.'") Kapp S.65ff.

,M ) Byloff, 3auberei, 5.34.

1M ) S£fl. Sonb.'fltd). fluffee. Die fluflöfung bes IDotfbannes fietje bei Byloff,Dolfslunbl., S. 23. Dafelbjt aueb. Citetatut übet EOolfbannetei.

,8S ) £Rfl. ©10.3 Ea. 1635-VU-24 unb XII-14. fluch, im S£fl. finb Bejugsaften(Sd)ub. 492 3aub.Pto}. tjft. 61).