Laelius, Scaevola, Sokrates und den hl. Augustinus beruft; dann heißt esweiter: „Nachahmend also den berühmten Männern, habe ich mich, um michvon meinen lästigsten Gedanken zum Teile zu befreien, an diesen der Hitzewegen so widerwärtigen Tagen, wo man genug gewinnt und lernt, wennman sich gesund erhält, an das Lesen eines schönen Büchleins von ver-gnüglichen Schnurren und scharfsinnigen Aussprüchen vieler ausgezeich-neter und wohledler Geister gemacht, das ich von meinem verehrten Freunde,dem liebenswürdigen und edeln Herrn Giovanni Mazzuoli aus Strada, genanntder Stradino, erhalten habe, dessen Güte und Sorglichkeit die gelehrten undtüchtigen Leute unendlich verpflichtet sind; denn in der ganzen Zeit seinesLebens hat er bei seinen Reisen in verschiedenen fernen Ländern wederMühe, noch Kosten gescheut, um aus allen Teilen der Welt die ältesten underlesensten Bücher in toskanischer Sprache, die er nur zu finden wußte, zusammeln, so daß er allein eine größere Menge derartiger Dinge zusammen-gebracht hat, als man sie nicht nur in Florenz und in Toskana, sondern,ich getraue es mich zu sagen, irgendwo sonst in ganz Italien antrifft. Undmit diesen Schätzen geht er so liebenswürdig und freigebig um, daß er zuoften Malen, ohne erst auf eine Bitte zu warten, dem Verlangen der Wiß-begierigen zuvorgekommen ist. Als ich nun von ihm dieses so vergnüglicheBuch erhalten und daraus ein größeres als das ersehnte Vergnügen gezogenhatte, wollte ich auch Euere Herrlichkeit daran teilhaben lassen, auf daß sie,wenn sie sich hin und wieder von ihren wichtigsten Sorgen frei findet, ausdiesen lustigen Aussprüchen und vergnüglichen Geschichtchen Ergötzungschöpfen könne. Und Euere Herrlichkeit möge sich nicht wundern, daß ichdie Kühnheit gehabt habe, das zu tun; denn da ich in diesen vergangenenMonaten durch meinen lieben und verehrten Freund Herrn Marco AntonioPassero aus Neapel vertraute Freundschaft mit dem wohledeln Herrn Leon-hard, Euerm Bruder, geschlossen habe und da ich weiß, daß Ihr, so wie durchdie Bande des Bluts, auch in Güte und Liebe eins seid, habe ich, um michfür die wahrhaftige Liebenswürdigkeit Euers so liebenswürdigen Bruderseinigermaßen erkenntlich zu zeigen und um ihm die Dankbarkeit für dasWohlwollen, das er mir entgegenbringt, zu beweisen, Euerer Herrlichkeitdiese Schnurren schicken wollen; und da sie mich eine Kleinigkeit undschlechte Gabe dünkten, so habe ich ihnen, um gewissermaßen ein größeresZeugnis meiner Anhänglichkeit an den einen und den andern zu geben,einige Schwanke beigefügt, die ich zum Teile aus verschiedenen Autorengesammelt, zum Teile von einigen Freunden gehört habe , ..*■ Auf Bl. A 6 n
1 Imitandu io dunque gli huomini chiarißlmi, per liberarmi in parte da i miei piü mo- ^7lesti penslerl, questi giornl noiosi del caldo, dove assai si guadagna et s'impara,—
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