Januar 1759. M7
Truhen und Gefahren sich nicht habe versammeln können. Einmüthig wird beliebt, daß der Landrath vorerst^ sein „friedmäßiges Ansehen müsse gesetzt werden", damit er sich versammeln und Ausschüsse schicken könne. 8 2.' die Ruhe herzustellen, wird gut befunden, im Namen von Zürichs und BcrnS Gesandten durch einEndliches Patent Ausschüsse aus allen Gemeinden, welche etwas zu klagen haben, und namentlich dreizehn^annte Anführer zu gutwilligem Verhör nach Frauenfcld zu bescheiden. Diese Aufforderung soll in allenNemden verlesen, die nöthige Zahl der Exemplare durch zwei Reiter in der Farbe dem Landvogt zugestellt,^ bei Ammann Keller in Bütschwyl, wo eine wühlerische Versammlung statthaben solle, mit dem Auftrag^Pben werden, daß er dafür sorge, daß diese Schrift der Versammlung vorgelesen werde. 8 3. ck. Eshast einmüthig gut befunden, eine größere Schrift abzufassen, in welcher alle unwahrhaftcn und boS<sei,/" durch welche der gemeine Mann irre geleitet worden, widerlegt werden und das Land an
^innert wird, diese Schrift an öffentlichen Orten anschlagen und in allen Gemeinden verlesenSandmann auötheilcn zu lassen. 8 4. e. Es stellt sich vor den Gesandten in Frauenfcld einer vonvon der Aufforderung mit Namen aufgeführten Anführern, nämlich Glaser HanS Georg Steiger
aei^^^' begleitet von seinem Bruder, dem GcrichtSschrciber Elias Steiger, welcher im Namen einiger Vor-^heiü" ^ Gemeinde Oberglatt erscheint, und entschuldigt seine „Mißschritte". Es wird ihnen ein Attestataiw l. Erinnerung gebracht, selbst ihren Pflichten nachzukommen und die ganze Gemeinde dazu
»n, " ^ ^ ^ von den übrigen zwölf beharrlichen Anführern dcS wühlerischen Haufcnö einschrist^"^^' nicht'unterschriebenes von GantcrSwpl datiertes Schreiben an. Von demselben wird eine Ab-lese» ^ gelegt, das Original aber dem Landvogt im Toggenburg mit dem Befehl zugesandt, vier vonbezeu vor sich zu bescheiden und denselben zu Händen der übrigen das Mißfallen der Gesandten zu
^ölf A ernstlich zu befehlen, auf einen bestimmten Tag zu Frauenfeld zu erscheinen. 8 6. M. Die
^a»» erscheinen in Frauenfcld. Sic werden einzeln abgehört und bringen ihre Beschwerden vor.
Ü»dern^'^" einander vorbeschieden und alles Ernstes aufgefordert, ihre bisherige Aufführung zu
>vird ' ihnen die Gefahr vorgestellt wird, welche ihnen bevorstehe, wenn sie daö nicht thätcn. Namentlich^gi»»^ ^^'^^)err Wetter von GanterSwpl ermahnt, von seinem unverantwortlichen und gefährlichen^Mlc^ "^^)cn. >> 7. I». Die Gesandten finden nun für gut, daß baldmöglichst der Landrath sich ver-"hhnt' diesem Zwecke soll daö Land durch eine Publieation von jeder Hinderung und Störung abge-bbael^gefordert werden, den Landrath zu unterstützen. Diese Publieation soll bei nächster Gemeindede» v " gedruckt männiglich ausgetheilt werden. LandrathSobmann Müller wird aufgefordert, ungesäumti'chst " ^ versammeln und Ausschüsse, mit hinreichender Vollmacht und Instruction versehen, befördcr.^>fül'^ Büenfeld Zu senden. 8 8. l. Es wird berichtet, daß Johann und Rudolf Sträßli, zwei derRelation nach der Heimkehr von Frauenfeld vor offener Gemeinde dem Volke vorgegeben»icht ' ^ ^and hätte die badische Vergleichshandlung nicht annehmen müssen, wenn der Landrath selbigehabe ^tte, und noch schändliche Reden über die Landräthe beigefügt haben; ferner, der Landrath
Alternation und Parität der Pannerherrn- und der HauptmannSstellcn als ausgemachtyel>e» s Ehrend doch „gar nichts an der Sache sei und daraus werden werde". Um dieses falsche Vor-dach ^ ^""r Geburt zu ersticken, wird eine Widerlegung verfaßt und durch drei Reiter in der Farbe^gge»tg Lichtensteig geschickt. 8 9. k Es erscheinen Abgeordnete beider Religionen aus dem
übergeben den Gesandten Zürichs und Berns ihre Beschwerden. Die Gesandtschaft des Stiftes" Antrag Zürichs und Berns, eine gütliche Vermittlung der Differenzen eintreten zu lassen, an und