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Märchen des Mittelalters
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mit unferer Hilfe gekämpft/ jetzt wird es hübfdi fein zu fehen, was du für dich alleinausrichte!!.«

Ebenfo erzählt Marie, nur erfetzt fie den Teufel <Satanas> durch eine Hexe (sorciere) ,■'auch die Erinnerung an den Dornbufch bei dem dritten Rufe fehlt nicht. Die Fabel Mariensilt in den Misdife Scßuafim des Berekhja ben Natronaj <Barachiae Nikdani Paraßofae vufpium,transl. opera M. Hanel, Prag, 1661,305f.,- Die Tudisfaßefn des B. ß. N., hg. v. L. Goldfchmidt,1921, 88f.) und in mehrern italienifchen Fabelfammlungen bearbeitet worden <K. Warnke,Die Quellen des Efope der M. d. Tr., 1900, 38/ M. P. Brush, Tfie Isopo Laurenziano,Columbus, Ohio, 1899, 67).

Die Erzählung in LBG ilt nach zwei Richtungen hin erweitert worden :

In der einen Gruppe reidit der Teufel dem Diebe auf dem Wege zum Galgen einenRing, damit er die Sdiergen befteche, und der Ring verwandelt fich in einen Strick/ fo erzähltdas dem auch als Dichter bekannten Johann von Hoveden (f 1272 oder 1275) zugefchriebeneSpecufum faicorum <f. CatofRom, III, 495, Nr. 203, 384f., Nr. 190/ nach einer erft aus dem15. Jahrhundert flammenden Handlchrift hat diefes Exempel Knuft, 404f. abgedruckt). AhnlichToll {CatofRom, III, 684, Nr. 5) der Dieb nach einem Verfprechen des Teufels in feinemBufen Geld finden, um den Henker zu beftechen, zieht aber einen Strick heraus. Wieder ineinem andern Exempel, das in einem Mf. des 14. Jahrhunderts erhalten ilt {CatofRom, III,169f., Nr. 3), gibt der Teufel dem Diebe drei Gulden, und die verwandeln fidi in Stricke/dazu ftimmt das 45. Exemplo im CondeLucanor <Knuff, 202f.,- Eichendorf, 55f./ Chauvin,II, 160).

Die andere Gruppe, die mit dem Märlein Jakobs von Vitry beginnt, führt das Motivder verbrauchten Schuhe ein/ diefes Motiv benutzt auch das Lißro de cantares von JuanRuiz, Erzpriefter von Hita in dem Enxiempfo def fadron que fiso carta at diaßfo de suattima, das anfonften zu der Gruppe des Conde Lucanor gehört {Poetas castefianos an-teriores afsii/tb XV, Madrid, 1864, 272): Zum erften Male zieht der Dieb einen goldenenBecher aus dem Bufen/ er gibt ihn dem Alkalden und wird losgelaffen. Zum zweiten Malezieht er einen langen Strick hervor, und der wird ihm um den Hals gelegt. Der Teufel läßtihn die Füße auf feine Schultern (teilen, fpringt aber dann weg, fo daß fich der Dieb crhenkt.,Die Literatur zu diefer Gruppe verzeichnen Bolte-Polivka, II, 178f., n. 1 und Knuff, 405.Knuft zieht auch ein Predigtmärlein aus der Summa Predicantium von Johannes de Bromyardheran/ dazu vgl. man Bolte zu Pauli, Nr. 87.

55. Seelenverkauf. Nadi einer Erzählung aus dem Bonum universale de apißusvon Thomas v. Chantimpre <Cantipratanus), abgedruckt im Magnum specufum exempforum,Douai, 1614, 43f./ f. W. A. van der Vet, Het ßienßoec van Tßomas van Cantimpre'enzifn exempefen, Haag, 1902, 201 f.

Reichliche Literaturangaben gibt Bolte zu Pauli, Nr. 280.

Der Pferdeverkauf war, wie der Viehverkauf überhaupt, in alten Zeiten an allerleiVorfchriften gebunden, und ffets hatte fich der Käufer als rechtmäßiger Befitzer auszuweifen/vgl. hierüber z. B. R. Schmid, Die Gefetze der Angeffacßfen, 2. Aufl., 1858, 619. Ein folcherBeleg war wohl bei dem Pferde der Zaum, wie aus dem Ausdrucke »Zaumrecht« <Grimm,D. R., II, 152), aber auch aus Sprichwörtern wie »Der Zaum geht mit dem Pferde« (Wander,V, 506) hervorzugehen fcheint. (Die bei Van der Vet a. a. O. und Düringsfeld, II, 243f.

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