haben: Marcolfus habentem in manu corulum reginam ad manum percussit dicens: »Nonmacules mihi res/ nuda (Imperativ) manum!«
Zu dem Rechte, (ich die Todesart (oder die Strafe überhaupt) zu wählen, f. Grimm,Deutfiße Recßtsaftertßümer, II, 344f., die Noten Boltes zu Pauli, Nr. 283, und Chauvin, VI,72. Weiter wären zu nennen: Compifatio flngufaris exempforum, 151a, B. Haureau,Notices et extraits de quefques manuscrits fatins de fa Bißfiotßeque nationafe, Paris, 1890 f.,IV, 219f„ CatofRom, III, 24, Nr. 207, 69, Nr. 105, 461, Nr. 72, 552, Nr. 153, 573, Nr. 199und 602, Nr. 50, P. Pieri, Laßoria di Merfino, ed. I. Sanefi, Bergamo, 1898, 17, GottholdRegis zu Rabelais, Gargantua und Pantagruef, 1832f„ II, 521 und J. P. Hebel, Scßatz-ßäftfein, Nr. 113 (Sämtf. poet. Werte, hg. v. E. Keller, III, 251).
Die Bitte, vor der Hinrichtung noch blafen zu dürfen, findet fich auch in dem Gedichte,nur ift hier und ebenfo bei Karadfchitfch Salomo der Bläfer/ anfonften vergl. man zu demzugleich als Signal dienenden Abfdiiedsblafen (-pfeifen, -fingen, -feufzen) Bolte-Polivka,11,501, Köhler 1,89, 55, 61, 134 f., A. Leskien und K. Brugman, Litauiße Vofßs fiederund Märcßen, 1882, 552, Aug. v. Löwis of Menar, Tinnifiße und eftnifiße VofßsmärSen,WL2, 110f., ferner Ch. de Livingfton, Les Cent NouvetTes nouvelfes de Philippe deVigneulTes, Paris, 1924, 24 f.
Daß fchwarze Teufel auf fdiwarzen Roden kommen, um eine Seele zu holen, begegnetfchon in den Vitae patrum, I. VI, c. 14 (Migne, Patrof. fat., LXXIII, 1012)/ der Streitder Teufel und der Engel um die Seele findet fich in der Mirakelliteratur häufig <vgl. z. B.J. Klapper, Erzäßfungen des Mittefafters, 1914, 362 in Nr. 170 und Arturo Graf, Miti,Leggende e Superftizioni detMedio Evo, Torino, 1892, 11,91, 104f., 125 u. 135f.>. Diedrei Sdiaren Markolfs kehren wieder bei P. Schullerus, Rumänifcße Vofßsmärcßen, 202 inNr. 91.
9. Späte Radie. Nach dem 112. Stück des von einem englifchen Franziskaner im13. Jahrhundert zufammengeftellten Lißer exempforum, nadi einem lateinifchen Manufkriptder Kapitelbibliothek in Durham hg. v. A. G. Little, Aberdeen, 1908, 65f„ vorher fchonveröffentlicht von P. Meyer in den Notices et extraits des manuscrits de fa Bißfiotßequenationafe et autres ßißfiotßeques, XXXIV, p. I, 29f. Der Schluß des Märleins lautet: DiefesExempel predigte Bruder Hugo de Succune <Hugh von Sutton?) jenfeits des Meeres (inpartibus transmarinis), wobei er fagte, er habe es fo erzählen hören/ da er folchermaßen einenZweifel in den Hergang fetzte, fagte einer von den vor ihm Sitzenden: »Bruder, erzähletdiefes Exempel ruhig/ denn ich weiß den Ort, wo fich dies zugetragen hat.«
Das Märlein ift eine ältere Parallele zu dem bei Weffelski, MönSsfatein als Nr. 76wiedergegebenen Stücke der Gesta Romanorum, hg. v. H. Oefterley, 1872, Nr. 277, das fichnur in den in England beheimateten Handfchriften der Gesta findet (f. CatofRom, III, 210u, 215, Nr. 78 etc., Sidney J. H. Herrtage, Tße Earfy Engfisß Versions of tße GestaRomanorum, London, 1879, 208f.)/ älter könnte noch die fiebente der von J. Klapper heraus-gegebenen Erzäßfungen des Mittefafters, 1914, 235f. fein, wenn Klapper recht hat, der dieSchlußredaktion der in dem von ihm hier benützten Manufkripte enthaltenen Exempel-fammlung etwa in das Jahr 1250 verlegen will. Wichtig ift, das die erlten zwei Verfe, die inder Variante der Gesta der Ritter gegen das Ende der dreißig Jahre über das Tor feinesSchloffes fchreiben läßt, nach B. Haureau, I, 314 von dem Engländer Serlo von Wilton (rammen,
199