34.WISSEN BRINGT NOT.
\YMR DA EINMAL EIN GROSSER KAUFMANN, UND DER▼ V hatte viel Sklaven feil, und die verkaufte er bis auf einen, den er zurück»behielt, einem andern Händler,- da fagte der: »Warum verkaufft du mir niditauch den letzten?« — »Ja, der ift fo teuer wie alle andern miteinander.« —»Warum?« — »Das will ich dir fagen: Wenn er einen Vogel fingen hört, fo kanner dir alles wiederfagen, was der Vogel gefagt hat.« — Und indem vollen Ver*trauen auf das Wort des andern fah der Händler das Geld nidit an, fondernzahlte für den einen fo viel, wie er für alle übrigen gezahlt hatte/ und dieferSklave war ihm der teuerfte, fowohl feiner Fähigkeit wegen, als auch weil erihn fo teuer gekauft hatte.
Nun gefchah es, daß er mit den gekauften Sklaven in See ging, und erlandete an einer Infel in einem Hafen, deflen Eigentümer ein großer Herr undder König diefer Infel war,- und bei dem Hafen war einer, der ftand dem Herrnund den Kaufleuten zu Dienften, und er erzählte feinem Herrn von diefem
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Händler und daß er unter feinen Sklaven einen habe, der die Sprache desVogelgefangs verliehe. Dies gehört, entbot der Herr fofort dem Händler, erfolle mit allen feinen Sklaven zu ihm kommen, weil er alle fehen wolle. DerHändler kam und verkaufte ihm alle Sklaven, und dann verkaufte er ihm auchden einen um denfelben Preis wie alle andern zufammen, und an allen verdienteer. Und der Herr verließ fich wegen diefes einen, der die Vogelfprache verliehenfollte, auf die Ehrlichkeit des Händlers, der ein großer Kaufmann war. Und erwies den neuen Sklaven ihre Arbeiten an, jedem nadi feinen Kenntnilfen, undden einen, den er fo teuer gekauft hatte, ließ er nidit von fich.
So weilte denn der Sklave an dem Hofe des Herrn, als fich eines Tagesein khöner Vogel an einem Fenfter des Saales niederließ, wo fich der Herr auf=hielt, und gar eifrig zu fingen begann und nicht von der Stelle widi. Der Herrhörte dem Gefange zu, und nachdem der Vogel ausgefungen hatte und ent=flogen war, fragte er feinen Sklaven und fagte: »Was hat der Vogel gefungen?Waren doch gar liebliche Weifen!« Und der Sklave fagte: »Herr, das fage ichEuch fehr ungern, aus einem Grunde und auch aus einem andern. WilTet, derVogel hat in feinem Gefange gefagt, Euch werde dieferTage etwas Unangenehmes
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