Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
189
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189ihm nach. Plötzlich ertönt das Geschrei:Das ist derSpitzbub, der Aufkäufer! Er achtet dessen nicht, verdop-pelt aber seine Schritte, um die Kutsche seiner Mutter undseiner Gattin einzuholen, die nur eine kleine Strecke vor-aus waren. Man wirft mit Steinen nach ihm; er fälltund wird vor den Augen derer ermordet, die mit unbe-gränzter Liebe an ihm hangen. Weder das Flehen seinerholden Gattin, noch das Jammern seiner 9tjährigen Mutterwar vermögend, die Felsenherzen seiner Mörder zu er-weichen.Der Gemeinderath haßte den Herzog wegen seiner eh-maligen engen Verbindung mit Lafayette; noch mehraber wegen der Protestation, die das Departement, vorzüg-lich auf sein Anstiften, gegen die Ereignisse des 20. Jun.eingelegt hatte.Plünderungen, Einäscherungen und Ermordun-gen zu Orleans, unter dem Maire Lombard-Lachaud, den 16. und 17. Sept. 1792.Leonhard Bourdon beschränkte seine Thaten, zu Or-leans, nicht bloß auf die Ermordung der Gefangenen, welcheer nach Versailles schleppen ließ. Da er eines von denOberhäuptern der Pariser Jakobiner war, so dirigirte erdurch seine Helfershelfer die Volksgesellschaft zu Orleans.Diese Gesellschaft folgte den Jakobinern der HauptstadtSchritt für Schritt; man hielt in derselben die heftigstenund ausschweifendsten Reden; alles was Mord und Raub