— 187 —Abscheulichkeiten, wie diejenigen, welche wir jetzt mit sovielem Widerwillen beschrieben haben.Nach dem 9. Thermidor wurden zu Rheims zwei ge-meine Kerls, als Theilnehmer an diesen Morden, hingerich-tet. Der Eine hieß Souris und pflegte Kaninchenfelle;der Andere dieß Leclerc, und pflegte Zeitungen auszu-rufen. Es ist höchst wahrscheinlich, daß sie gerade nichtdie Strafbarsten waren. Der Gemeinde=Procurator hattesich gleich beim Anfange ihres Prozesses aus dem Staubegemacht.Einwohner von Paris und von Versailles, von Or-leans und von Rheims, von Lyon und von Meaux! es stehtnicht in eurer Gewalt diesen Schandflecken aus der Ge-schichte eurer Städte hinweg zu tilgen; es ist euch aber einMittel übrig, wodurch ihr es euern Zeitgenossen und derNachwelt klar und unumstößlich beweisen könnt, daß ihr jeneGräuel verabscheutet, daß jene Morde euch empörten. Undworin besteht dies Mittel? Ueberliefert den Händen derGerechtigkeit diejenigen, welche die Septembermorde einge-leitet, dirigirt und gutgeheissen haben.Man klagt über die Wiederauflebung des religiösenFanatisms. Die ächten Republikaner seufzen, indem siedie öffentliche Meinung mit jedem Tage einen Schritt rük-wärts machen sehen. Und was ist Schuld daran? DieVerbrechen, welche man begangen und bis jetzt noch unge-ahndet gelassen hat. Mehrere von denen, die im Septe. 1792das Blutbad veranstalteten, die Mörder bezahlten, und neueArten von Martern ersaunen, sitzen noch am Ruder desStaats, behaupten die ehrenvollsten Plätze des Landes. Siehaben Fluch und Verwünschung über eine Revolution ge-bracht, welche die Lust und Freude des Menschengeschlechtshätte werden können.
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