Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
181
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181jetzt beschriebenen Gräuelthaten auf die gesetzgebende Ver-sammlung und den Pariser Gemeinderath zurückwälzen.Ermordungen zu Rheims, am 2. und 3. Sep-tember 1791.Die Verbrechen, welche in dieser Stadt begangen wurden,sind von einem noch scheußlicheren Charakter und mit nochschauderhafteren Umständen verbunden, als selbst diejenigen,welche am 2. und 3. Sept. in Paris beruht wurden.Das allgemeine Aufgebot war ergangen; der Sammel-platz war zu Soissons. Aus dem dortigen Lager zogen dieBataillons, sobald sie vollständig waren, an die Gränzen,um gegen die Preußen zu fechten. Alle diese Truppen nah-men ihren Weg durch Rheims, wo General Duhoux siemusterte. Es war damals kein einziger Gefangener in derStadt. Am 2. Sept. begaben sich einige zwanzig Rekrutenvon denen mehrere noch keine Uniform hatten, die abervon einem Haufen nichtswürdiger Menschen umringt wa-ren, nach dem Briefposthause, um sich daselbst des Postdirektors,Bürger Guerin, und seines Sekretärs, eines gewissenCartons, zu bemächtigen. Man beschuldigte sie nicht nur,Königsfreunde zu seyn, sondern man hatte sie auch im Ver-dacht, eine große Menge gestohlner Assignate verbrannt zuhaben. Der Bürgerrath schickte ein Detachement Grenadieredahin, welches aber zu schwach war und die Mißhandlungder Postbeamten nicht verhindern konnte. Man schieppte sienach dem Gemeindehause; hieb ihnen dort die Köpfe ab;trug diese zur Schau; verstümmelte die Leichname undschleifte sie durch die Stadt. Die Mörder äußerten dabei,