— 136 —Gemeinderath von Paris, durch das Organ eines nichts-würdigen Ministers, ihnen die Maßregeln gut zu heißenbefahl, welche die Nationversammlung allein, und sonstniemand zu ergreifen und anzuordnen befugt war. Sieben-hundert und fünfzig alles vermögende Gesetzgeber lassen sichvon einer Handvoll Bösewichter einen Maulkorb und einGängelband anlegen; sie verfassen, mit schülermäßiger Ge-bmeidigkeit, die Beschlüsse, welche man ihnen zu ver-fassen ausgiebt. Aber warum verweilen wir bei den Nieder-trächtigkeiten der gesetzgebenden Versammlung? Hat dochder Nationalkonvent sie bei weitem durch die seinigenübertroffen!Aitz 2. Sept., um sechs Uhr des Abends, wurde derVersammlung angezeigt, das Volk sey im Begriff die Thü-ren der Gefängnisse zu erbrechen. Sie ernennt eine Depu-tation. Baziere, Dussault, François von Neuf-chateau, Jsnard, Lequinio, sind Mitglieder dersel-ben; Fauchet, Chabot und Audrein schließen sichaus freien Stücken an. Ist es aber wahrscheinlich, daß dieNationalversammlung nicht schon eher um die Ermordungengewußt habe, da man doch bereits seit drei Uhr in derAbtei würgte?Die Deputation ließ es dabei bewenden, das letztgenannteGefängniß zu besuchen. Sie verweilte dort nur wenigeAugenblicke und kehrte in die Versammlung zurück, umBericht von ihrer Sendung abzustatten. Dussault sagte:„Es hat uns nicht glücken wollen, das Volk zu beruhigen.Einer von uns stieg auf einen Stuhl; kaum aber hatte erein paar Worte gesprochen, so überstürmte ihn das wildeGeschrei der Menge. Wir begaben uns hinweg; die Dun-kelheit erlaubte es nicht, dasjenige deutlich zu unterscheiden,
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