Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
128
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werden. In den mehrsten Sektionsversammlungen warennur äußerst wenig Bürger zugegen gewesen; einige Sektio-nen hatten gar nicht einmal ihre Zusammenkünfte gehalten.Am Abend dekretirte die Nationalversammlung, daß 1.)der Gemeinderath und die Munizipalität kassirt sey; und2.), daß jede der acht und vierzig Sektionen zwei Bürgerernennen solle, welche vorläufig den Gemeinderath und dieMunizipalität bilden sollten.Dieser Beschluß verursachte im Gemeinderath großeBestürzung; und das um so mehr, weil viele Mitgliederdesselben bereits alles zu den Septembermorden veranstaltethatten.Diese Munizipalität erlaubte sich jede, auch die eigen-mächtigste Handlung. Entwaffnungen, Haussuchungen, Ein-kerkerungen waren an der Tagesordnung. Sie kassirte auseigener Machtvollkommenheit, eine beträchtliche Anzahl vonFriedensrichtern. Der Gemeinderath hatte eine MengeBoͤsewichte und Tangenichtse im seinem Sold, die zu allenGewaltthätigkeiten aufgelegt waren. Mit Hülfe derselbenbereitete er eine Bewegung vor, um nöthigenfalls die ge-setzgebende Versammlung zur Zurücknahme ihres Beschlus-ses zu zwingen.Gleich am andern Morgen (den 31.), um keine Zeitzu verlieren, begaben sich Petion und Manuel, an derSpitze einer zahlreichen Deputation und von einem großenVolkshaufen begleitet, nach dem Saale der Nationalver-sammlung. Petition nahm das Wort und sagte:Ge-setzgeber! der Gemeinderath erscheint in eurer Mitte; umeuch die Gründe seines Betragens vorzulegen. Nun tratTallien, als Redner der Deputation, an die Schrankenund hielt nachstehende Rede.Diese