—103tauben wollte.“ Der Verfasser dieses Flugblattes wareben so straffällig wie diejenigen, welche eine solche Schutz-schrift bezahlten. Es ist ausgemacht, daß sämmtliche Ge-walten; das heißt, sehr viele Mitglieder der Nationalver-sammlung, der größte Theil des Gemeinderaths, der MairePétion und die Minister, mit Ausschluß des einzigenRollands, über diese Gräuel einverstanden waren. Kei-ner von diesen allen suchte dem Morden Einhalt zu thun;keiner von ihnen ließ sich nur öffentlich sehen. Sie warenalle dahin überein gekommen, das Volk zu betriegen undden Blutmenschen freies Feld zu lassen. Wir wiederholenes; das Volk, welches den Ermordungen zusah, glaubte inder That, dies sey das Werk der Gerechtigkeit. Das Ver-fahren jener sonderbaren Kommissionen im Innern der Ge-fängnisse, war ihm völlig fremd. Nur eine gewisse Anzahlder Mörder war in das Geheimniß eingeweiht; das Volkhat nicht getödtet; jene Bösewichte wurden ausdrücklich da-für bezahlt. Wir selbst sind getäuscht, sind betrogen worden;es war die erste Verschwörung dieser Art, die man jemalserfunden hatte. Das Volk wurde damals hintergangen;es blieb achtzehn Monate lang, in welchen die Guillotinenimmer ruhte, in seiner traurigen Verblendung. Vielevon den Urhebern dieser Schreckenstage haben mit ihremKopfe dafür bezahlt. Sind sie auch nicht gerade um diesesVerbrechens Willen zum Tode verurtheilt worden; wenig-stens hat die Strafe sie ereilt.Am 2. und 3. Sept. bluteten im Gefängniß der Abtei131 Individuen; 18 Priester sind darunter mitbegriffen.Man sieht aus der beigefügten Tabelle Nr. 1., daß eingroßer Theil dieser Gefangenen erst vor wenig Tagen dahinwar gebracht worden. Dies war auf Befehl der National-
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten