Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
91
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91sie werden von dem Allen genaue Rechenschaft geben; denndas Journal der Revolutionen ist die Magnetnadel deröffentlichen Meinung.Einige Tage nach dem 2. Sept. erfuhren wir, daßman diese Gräuelscenen in mehreren Departementen wieder-holt habe. Wir versuchten eine Zusammenstellung, dochfehlte es uns noch an den nöthigen Belegen. Aber derNationalkonvent versammelte sich, und bald wurden denUrhebern, und sonderlich der Deputation von Paris diebittersten Vorwürfe wegen dieser Mordthaten gemacht. DieWahrheit brach durch das Dunkel und rächte die Mensch-heit an ihren Feinden. Damals entschlossen wir uns, un-serem Journale mehrere Kupferstiche beizufügen, welcheeinige Gräuel des 2. Sept. anschaulich machen, und einen ge-rechten Abscheu vor denselben einflößen sollten.Camille war deshalb sehr unzufrieden mit uns; erbehauptete, daß wir dem 2. Sept. den Prozeß machen woll-ten. Wir gestanden ihm ganz aufrichtig, daß, wofern wirgründlicher von jenen Ereignissen unterrichtet wären, wirkeinen Augenblick anstehen würden, die Urheber derselbenmit allem möglichen Eifer zu verfolgen. Er entrüstete sichdarüber und schrieb in einem der nächsten Stücke seinesJournals: der Wind des englischen Goldes blästfühlbar aus der Straße des=Marais.Wir wußten diese Beschuldigung gebührend zu würdigen;und von der Stunde an, zweifelten wir nicht im Mindestenmehr daran, daß man uns hintergangen habe. Seitdembemühten wir uns ohne Unterlaß, einen augenblicklichenIrrthum, den wir durch zu großes Vertrauen auf nichts-würdige Leute begiengen, dadurch wieder gut zu machendaß wir die wichtigsten Beweise aufsuchten, und der Ge-