Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
78
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78dieser Plan, den wir eben darlegten, stimmte in der Thatmit den Wünschen und der Meinung aller guten Bürgernvollkommen überein. Leider! aber gab es eine Menge Men-schen, die nur in allgemeiner Verwirkung ihren Vortheilfanden; Blut und Verbrechen waren ihnen durchaus nöthig.Wahrlich, es zeigte von wenigem Edelmuthe auf Seitender Ueberwinder, daß sie, nach ihrem Siege über das König-thum und dessen Freunde, ein Revolutionstribunal, genanntvom 17. August, niedersetzten; und das bloß in der Absicht,um Dürosoi, Laporte und Bachmann zum Todeverurtheilen zu lassen. Der erste war ein, dem Hofe ergebe-ner Journaliſt; der andere, Intendant des königlichen Hau-ses und was war natürlicher, als daß er seinen Herrnnicht verrieth? Der dritte war Generalmajor der Schweitzer.Wir finden aber noch mehrere Spuren davon, daß sichbereits damals alles zu einer revolutionären Regierung hin-neigte. An einem einzigen Beispiel wird es genügen. Jean-Julien, ein armer Fuhrmann von Vaugirard, war we-gen eines, eben nicht sehr bedeutenden Fehltritts, zu öffent-lichen Arbeiten verdammt worden. Als er am 1. Sept.1792 nebst andern Gefangenen, auf dem Platz von dem Ge-meindehause mit Wegräumung des Unraths beschäftigt war,rief er: Es lebe der König! Es lebe die Köni-gin! Es lebe Herr von Lasayette! Zum Teufelmit der Nation! Nun war dazumal das Königthumnoch nicht förmlich abgeschafft; auch war noch keine Strafedafür bestimmt, wenn man die Nation zum Teufel wünsch-te; aber doch wurde dieser Unglückliche zum Tode verur-theilt. Zur ewigen Schande der Richter und zum bleiben-den Denkmal ihrer Grausamkeit, erklärten sie: Jean-