Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
72
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augte ihres wenigen Nachdrucks halber, nicht zu Ausführung der großen Entwürfe, mit welchen man sich beschäf-tigte. Die Sektienen hatten sich für permanent erklärt.Am Abend vor jenem berüchtigten Tage treten die Einge-weihen, gegen zehn Uhr, ungefähr zwanzig bis dreißig ander Zahl, zusammen und ernennen, völlig eigenmächtig undohne Zustimmung der mehresten Sektionen, einen neuen Ge-meindeausschuß. Als dies geschehen ist, begeben sich dieNeugewählten, oder besser die Verschwornen, nach dem Ge-meindehause und legen den bisherigen Mitgliedern ihreVollmachten vor. Letztere weigern sich; man droht ihnen;sie verlassen ihre Sitze und begeben sich sämmtlich hinwegbis auf Petion und Manuel, welche beibehalten wur-den. Das alles war in den geheimen Zusammenkünftenverabredet worden, welche man seit einiger Zeit im Palais-Royal und in La=Rapée gehalten hatte. Orleans,Danton, Marat, Petion, Robespierre und ande-re wohnten denselben bei. Um die Bewegungen, welcheam 10. Aug. erfolgen sollten, vollends zu bestimmen, hatteman sich in der Wohnung des Deputirten Couthon ver-sammelt; diese war im Hause des Bürgers Düpleix,Straße St. Honore. Couthon selbst war nach den Bädernzu Boues=St.=Amand abgereist. Paris bekam eine neueObrigkeit, ohne daß jemand daran gedacht hatte; der Auf-stand erfolgte, zwar nicht ohne Schwertstreich, aber dochohne das geringste Hinderniß. Man hätte sagen sollen:sie sind alle einig.Der ganze Plan wurde so schnell und so heimlich betrie-ben, daß es, bei dem wirklichen Ausbruche, zu einer Mengetrauriger Mißgriffe kam. Viele Menschen wurden durcheben diejenigen getödtet, welche sie vertheidigen wollten.