70de Priester und seine Abneigung gegen die Revolution;aber doch schonte man seiner. Und die Nationalversamm-lung, welche er so geringschätzig behandelt hatte, bot ihmin ihrer Mitte eine unverletzliche Frelstatt.Man muß alles sagen. Der Aufstand des 10 Augwar so organisirt worden, daß alle konstituirte Gewaltenmehrere Tage im Voraus vollkommene Kenntniß davon hat-ten. Der Aufsichtsausschuß des gesetzgebenden Körpers wardavon benachrichtigt; mit Muße konnte er seine Maßre-zeln nehmen, um die königliche Familie, und diese allein,in Scherheit zu bringen. Dadurch wird er aber um sostraffälliger. Denn, war man im Stande die Vergiefungdes königlichen Blutes zu hindern, so konnte man eben sowohl die Ermordung mehrerer Tausende hintertreiben.Auch jener sechs Indididuen ward nicht geschont, wel-che man um ein Uhr des Morgens, in der Absicht, dieFlucht des Königs zu begünstigen, auf den elyseischen Fel-dern ertappt hatten. Es waren ihrer eigentlich siebenzehngewesen; aber eilf entwischten. Die sechs andern wurdenermordet, nemlich Vigier und Sollignac, Gardes-du-Corps; der Abbé von Bouyon; Suleau, einGelehrter; und einer, dessen Name unbekannt geblieben ist.Ein Mensch, der sein Hemd bis an die Achsel aufgerollthatte, übernahm es, ihnen die Köpfe mit einem Messerabzuschneiden. Er that es auf einen benachbarten, großenEckstein, und verfuhr dabei gerade so kaltblütig und lang-sam wie unsere Schlächter, wenn sie einen Hammel tödten.Weiber standen drum herum und klatschten in die Hände.Carle, Juwelier und Bataillonskommandant, wird, als erum eilf Uhr über den Platz Vendome geht, erkannt unddurch einen Flintenschuß zu Boden gestreckt.
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