September 1737 bis Juni 1738.
Flüchtigen unter seinen spccicllcn Schutz nehme und wünsche, daß die Bürgerschaft seinem Abgeordneten ih»Beschwerden zur Kenntniß bringe, um in den Stand gesetzt zu werden, mit den Repräsentanten Zürichs u»?Berns einen dauerhaften Frieden zu Stande zu bringen. Dieser Di'scaurs des Residenten vor dem Ratheden Repräsentanten »litgethcilt; in Folge der Besprechung desselben legen die Repräsentanten in den Abssisicknieder, daß sie, als der Resident ihnen seine erhaltenen »Drürvs» vorgelesen, nichts anderes geantwortetals daß sie ihn ersucht, er möchte serner seine guten Osficien anwenden, wie auch sie ihrerseits nach tlP'Instruction handeln wollten; der Mediation halber hätten sie sich aber nicht im geringsten eingelassen,weniger sich dazu engagiert. .Die Gesandten glaubten zu bemerken, daß die Proposition des Residenten in ^Stadt die Wirkung habe, daß man allerseits sich lieber unter einander accommodiercn wollte, und einige Bistisitäußerten sich gegen sie wirklich dahin, daß man damit beschäftigt sei, einen Entwurf zu einer solchen Uebcrc»''kunft zu Papier zu bringen. Der große Rath nahm die Mediation des Königs von Frankreich mit und neb'"der der beiden Stände an, jedoch ohne Nachthcil der Lckits. DaS verursachte unter der Bürgerschaft eine st>Bewegung, daß mehrere Standcsgiicdcr und andere Personen es für das Rathsamstc hielten, die Stadt zu ^lassen und ihre Habe in Sicherheit zu bringen. Unter diesen bedenklichen Umständen und da es schien, ^ein Lonsoil Aönöral erzwungen werden sollte, erlassen die Repräsentanten an die Bürgerschaft durch den Ptein Memoire, in welchem sie dieselbe ausfordern, ihre und des französischen Königs Mediation anzunch»"'^mit der Erklärung, daß erstens durch diese Mediation die Regierungsform, die öckils et coutumos Genchangetastet bleiben sollen; zweitens, daß vor Abhaltung des (lonsoil gönöral den flüchtigen Gliedern des klciu^und großen Raths und den andern abwesenden Personen unter Garantie der Sicherheit die Rückkehr gesi"werden müsse. Zugleich erläßt auch der französische Resident ein Memoire an den Rath, in welchem cr ^selben auffordert, die mißtrauischen Bürgercompagnieen zu bewegen, die angebotene Mediation seines KoMöanzunehmen, den Lvnsvil gönörul einzustellen und ihm innerhalb zweier Tage eine Antwort zu geben. ^ ^der Berathungcn des großen Rathes darüber sammelt sich eine große Masse Volkes vor dem Rathhausc-Rath beschließt, daß der Lonsoil gönöral an dem folgenden Tage abgehalten und die eingegebenen l'i'npo^ 'welche unterdessen mit den Deputierten der Bürgerschaft zu crdaucrn seien, von demiclben rallftclerr u ^sollen; die Mediation anderer Mächte wird „ausgestellt". Nachdem aber der französische Resident seinnebst seiner vor Rath gehaltenen Rede gedruckt unter die Bürgerschaft hatte vcrthcilen lassen, wird nichtder Beschluß des großen Raths dahin abgeändert, daß jetzt derselbe den Eompagnieen der Bürgerjchaftzu bedenken gicbt, was sie thun wollen, und ihnen zu Gcmüthc führt, daß er die Mediation, als cu>c ^Freiheit keine Gefahr bringende, angenommen habe, sondern es erklären sich schließlich auch 70(1 Stii»»»"^Eompagnieen für Annahme der Mediation (andere 100 stimmten gar nicht, und 100 wollten die Frage ^ ^(lonsoil bringen). Die Annahme der Mediation wird demnach den beiderseitigen Mediatoren »ollst ^
Nach Annahme der Mediation stellen die Repräsentanten Zürichs und Berns und der französische Resident ^Begehren an den Rath, daß männiglich die Waffen niederlegen, daß die Wachen der Garnison ubcrgel'e't^ ^den geflüchteten Personen eine sichere Rückkehr gestattet »Verden soll. Dieses in einem Memorialc dem ^ ^Syndic übcrgebene Begehren wird den Deputierten der Bürgerschaft übermittelt. Es finden sichnur 26 beim ersten Syndic ein und thcilen ihm mit, daß die übrigen ihre Eommission niedergelegt st ^daß auch die Zumuthung der Mediatoren der Bürgerschaft bedenklich vorkomme und deren Ausfuhr»»») .Schwierigkeiten verbunden sei; jedoch sei noch kein Entschluß gefaßt worden. Mittlerweile zeigt der 1 ^ ^an, daß nächstens, vom Könige als Plenipotcntiarius gesandt, Eomtc de Lautrce, Hluiöclial ckos ouwps et >'