Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
53
Einzelbild herunterladen
 

53Eingang des Waldes von Courri eine Abtheilung von vier-hundert Mann aufgestellt. Dieser Posten wurde drei Stun-den lang mit vieler Hartnäckigkeit vertheidigt. Das Ar-tilleriefeuer der Patrioten konnte wenig ausrichten. End-lich liefen die Truppen von St. Ambroix Sturm, erreich-ten den Gipfel des Berges und schlugen ihre Gegner völligin die Flucht. Vier und zwanzig Menschen blieben aufdem Wahlplatz; der Ritter von Melon war unter dieserZahl. Das von seinen Bewohnern verlassene St. Andréleistete gar keinen Widerstand. Es ward eingenommen undin einen Aschenhausen verwandelt.Dusaillant sah sich auf die Weise in seinen Hoff-nungen, in seinen Erwartungen betrogen; er beschwerte sichbitterlich gegen den Pfarrer von Chambonat, daß man dieihm geleisteten Versprechungen nicht erfüllt habe, und trafAnstalten zu seiner Flucht. Er benutzte dazu, mitfünf und zwanzig seiner treuesten Anhänger, einen heftigenin Strömen herabfallenden Regen. Sie stahlen sich ausdem Schlosse; die übrigen Empörer thaten es ihnen nach;dieser wichtige Posten blieb sich selbst überlassen, wurdeaber gleich nachher von den Patrioten besetzt.Das Direktorium des Departements der Ardeche er-hielt diese Nachricht, als es eben über die besten Mittel be-rathschlagte, wie man Bannes wieder erobern könne. So-gleich wurde der Befehl gegeben, auf die zerstreuten Re-bellen Jagd zu machen. Viele hatten sich in die Waldun-gen geflüchtet; man verfolgte sie in denselben; sechszigwurden hingeschlachtet. Dusaillant selbst sich, alsBauer verkleidet, zu Fuß und mit keinen andern Waffen,als mit ein paar Pistolen im Gürtel. Auch er wurde ein-geholt, und in seiner Gesellschaft der Pfarrer von Bannes,