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Juli 1735,
»SS.
Conferenzen der katholischen Orte während der gemeineidqenösstschen Tagsatzung
im Juli 1735.
^Staatsarchiv Lucern.1
t». Solothuru bringt vcn die Befreiung des Deserteurs in der Compagnie des Hauptmanns Alrcr»>ebetreffenden Vorfall zur Sprache, Es wird beschlossen, die erforderlichen Vorstellungen dagegen an den ff"»'zösischen Ambassador gelangen zu lassen. 8 1. I». Als Abgeordneter des Fürstbischofs von Basel crjch^''dessen geheimer Rath und Hofrathspräsidcnt Joseph von Roggenbach und trägt 1) auf Erneuerung desbald ablaufenden Bündnisses der VII katholischen Orte mit dem Bischöfe an; 2) daß der Zuzug derMann bald abgehen mochte; zugleich ersucht er, wenn Lucern auf seinem gegen den Fürsten ausgesprochenEntschlüsse, sich bei diesem Zuzuge nicht betheiligcn zu wollen, beharre, daß Uri das Direktorium inSache übernehmen möchte. In Beziehung auf den ersten Punct wird beschlossen, daß man die ErneuM"^dieses Bundes für gut und nützlich ansehe, daß man aber noch beiderseits darüber reflektieren wolle, wasdemselben etwa zu ändern sein möchte, und zu dieser Berathung eine besondere Confcrenz ansetzen wolle. ^Ansehung des zweiten Punctcö erklärt sich Lucern dahin, „daß seine gn, Herren zu wirklichem Zuzug "„thätlichcr Hülfe, bis die übliche Handlung und Minne ausgeführt, zu concurriercn difficultiercn" und bei de"'jenigen bleiben, waS sie unterm 22, April an den Fürsten geschrieben hätten, während alle übrigen Gesandten u>struiert sind, den Zuzug der 200 Mann zuzusagen. Es werden in Folge dessen die Gesandten Luccrns ersucht, ihrckgn, Herren und Obern davon Kcnntniß zu geben und bei denselben zu einem Anschlüsse an die übrigensich zu verwenden. Nachdem aber dessenungeachtet Lucern seine frühere Instruction bestätigt hatte, wirdersucht, das Direktorium in Sachen des Zuzugs zu übernehmen und die nöthigcn Veranstaltungen zu ell(als Tag des Abmarsches der 200 Mann wird der 15. August festgesetzt), an Bern und Lncern wegen ^Durchzugs zu schreiben und mit Herrn von Roggcnbach sich wegen Avancierung der Gelder zu besprechen- 8^,e. Der fürstliche Abgeordnete spricht seines Herrn Befremden darüber aus, daß der kaiserliche Botschaft"^Lucern sich darüber beschwert habe, daß der Fürst eine Sauvcgardc in das Amt Schlicngcn geschickt, und ^er die Bemerkung beigefügt habe, daß das aus Jrrthum müsse geschehen sein. Ferner beklagt er sich n^,^neulich in eben demselben Amte ihm widerfahrenen „verdrießlichen Militärbcschwerdcn und der Neuwn ^„widrigen Zumuthungen," indem der General Tillier aus Frciburg unter Androhung von Erecution nbw"auf Abschickung der 30 Schanzer und Wagen nach Freiburg insistiert habe. Auf des fürstlichen Abgcorvw'^Antrag soll Lucern wegen dieser Beschwerden im Namen der verbündeten Orte nachdrückliche Vorstcllungeden kaiserlichen Botschafter gelangen lassen, — In diesem Sinne wird Herr von Roggcnbach „vcrabscho ^8 2. «I. Die Gesandten des Standes Zug stellen „vertraut brüderlich" vor, daß, nachdem die Unruhen,mehrere Jahre hindurch in ihrem Stande gewaltet, Dank den Bemühungen der katholischen Orte, gestillt sei«-'», ^gn. Herren nichts mehr wünschen, als Friede und Eintracht „einzupflanzen und mit ihren vertrauten Brüv^^den katholischen Orten, „einstimmig zu leben"; zugleich bitten sie die übrigen Gesandten, dahin zu wirken, ^hei dem französischen Ambassador „alle widrigen Impressionen" getilgt und Zug wiederum des Vnndcö1715 Genoß werden möge. In Folge dessen wird es für passend erachtet, im Namen der katholische