37der Dinge entgegeneilte, welche bisher in Frankreich völligunerhört gewesen war.Man darf nur die Protokolle und Verhandlungen derNationalversammlung aus jenem Zeitpunkte nachlesen, umsich davon zu überzeugen, daß es unter unsern Gesetzgeberneine Parthei gab, welche jenen sonderbaren Tag des 20 Jun.organisirte. Die verborgene Hand des Herzogs von Orle-ans und seines Anhangs ist nicht zu verkennen; man woll-te sich zu Paris für den Streich entschädigen, der zuVersailles fehl geschlagen war. Mag es imnimerhin wahrseyn, daß ein großer Theil jenes bewaffneten Haufens, derin die Zimmer der Thuillerien eindrang, keine böse Absichthatte und höchstens dem König einen Streich spielen woll-te; eben so gewiß ist es aber auch, daß mehrere nichts-würdige und von Orleans gedungene Menschen sich darun-ter befanden. Deren war nur Einer nöthig, und die Ent-wickelung des Schauspiels konnte höchst tragisch werden.Das Leben des Königs war in Gefahr; wer wollte das läng-nen?Folgende Bemerkung ist nicht unwichtig. Mehrere vondenen, welche im Schlosse der Nationalversammlung denAuftritten des 20 Juni 1792 ihren Beifall gaben, fielenals Schlachtopfer des 31 Mai's 1793.Es ist erwiesen, daß Chabot, Brissot, DantonMarat, die Barfüßer, so wie die verabschiedeten MinisterTheil an den Ränken genommen haben, deren man sich zuAufregung des Volkes bediente.Man erinnere sich nur daran, daß Chabot dem ge-setzgebenden Körper, bereits am 4 Juni, eine Verschwö-rung gegen die Freiheit und die Konstitution anzeigte
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