April. 1728. 321
»'s von Andriani, dem außerordentlichen Gesandten der katholischen Orte am spanischen Hose, (vom 25. Nov.)^tvvrgch^ daß Don Fclir Cornejo ernannt ist, als Minister deS Königs in die Eidgenossenschaft sich zubegeben,»»r.d xj„ Entwurf eines Antwortschreibens sowohl an den König alö an Andriani gemacht , um, wenn er dievbisication der Obrigkeiten erhalten hat, durch -den Brigadier überbracht zu werden. Die Orte sprechen darin^Bereitwilligkeit zur Erneuerung des Bündnisses aus. 8 1. I». Lucern erklärt, däß, wenn die Mehrzahl^ Orte die Regicrungögeschäste zu Baden und nicht zu Frauenseld behandeln wolle, es sich an diesclbcir an-ließen werde. Uri und Schwyz tragen Bedenken, .diese Geschäfte zu Baden vorzunehmen, weil eS schimpflichl an einem fremden Orte, wo man keine Oberherrlichkcit habe, über die Unterthanen zu richten, und man' "rch die Hoffnung auf die Restitution aufgebe. Die übrigen .Gesandten sind instruiert, wenn kein cin-"^chiger Entschluß zu Stande komme, der Mehrzahl sich anzuschließen. Der Anzug wird wieder ml rolorenllum^»»nen. z 2. « . ES wird für zweckmäßig erachtet, daß bei der nächstens-.zu Soissonö zusanimcritrcrendcn^fferenz der hohen Mächte dir katholische Eidgenossenschaft in die Fricdcnstractate eingeschlossen werde, wie^ Näher» Fällen der Art auch geschehe» sei, jedoch so, daß dieselbe, damit die Restitution nicht erschwerts ^ "»möglich gemacht werde, auf dem Fuß eingeschlossen werde, wie sie vor 1712 öS gewesen. Zu diesem Zwecke^ an den König von Frankreich, den Cardinal von Flcury und den zu Solothurn residierenden französischenl^after, serner an den Kaiser und an den König von Spanien geschrieben, und der Papst um ein Empseh-»ßölchreiben an diese drei Mächte angegangen werden. Da dicß alles aber im Namen aller katholischen^ ^ l» thnn beschlossen.wird, soll der nicht in Lucern vertretenen Orte Einwilligung eingeholt werden. 8 3.
Bericht deS französischen Botschafters, daß die drei äußern Gemeinden dcS Standes Zug in AuS-^ französischen Giradengelder eine Neuerung vorgenommen hätten, stellen die Gesandten infiruetionS-
heli beiden Gesandten von Zug, alS treue Brüder und Eidgenossen, und um großer Unruhe und Miß-^äffeil vorzubeugen, vor, daß schon 1691, 1697 und 1764 Ammann und Rath der Stadt und dcS Amtes^ »>ft Siegel und Brief gegen den damaligen französische» Botschafter sich verpflichtet hätten, bei AuStheilung^ »üllkürliclM Gelder und königlichen „Freigebigkeiten der Particularpensionen" cS lediglich bei dem Befehl^/»ugs und der Disposition deS Botschafters verbleiben zu lassen, so daß an eine gleiche Berthcilung^ dieselbe .verlangt hätten, nicht mehr zu denken sei. Daher hätten jene drei Gemeinden ihre Ver-öl» einseitig brechen sollen. Hätten sie hinreichende Beweggründe zur Abänderung der Verthei-hätten sie dieselben dem Botschafter Vorträgen können. Daß die Deputation der drei Gemeinden' ^»hchnfg-r ,ggg vorgelassen worden sei, habe seinen Grund darin, daß die Vertheilung gegen die vvr-h„ Weise bereits vorgenommen worden sei. Eine solche den Verpflichtungen zuwiderlaufende Hand-könnte leicht den Zufluß dieser Gelder aufhören machen, und dann würden gerade diejenigen, welchea», ^ ^uneindcn zu dieser Abänderung beredet hätten, von dein Feuer und der Wuth des gemeinen ManneS
lcas"'besorgen haben, in welchem Falle freilich auch die übrigen Orte kraft Bünden sich dazwischen^ Zug ersucht, solcher Mißordnung abzuheften und alle Vorsorge, zu treffen, daß allen Thätlichkciten vor-
^ »'ürden, den Schaden aber nicht mehr wenden könnten. .Es werden die Gesandten der Stadt und deS
A>»t.
"»d der französische Botschafter in geziemender Freundlichkeit um ihre Anliegen.begrüßt werde; in letzten»^ vir Session zu Nccommcndationöschreibcn an den Botschafter anheischig. Der Gesandte derDr/ "klärt, daß seine Stadt in Vertheilung der Pensionen die Intention dcS AmbassadorS befolgt habe,de,, ^"»bte der äußern Gemeinden hingegen beklagt sich, daß in der Ausschreibung der Confcrenz, während»»der» Orten Kenntniß von diesem Püncte gegeben worden, seinem Stande keine Meldung gcthan
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