Z9H November 17öL.
erwünschten Erfolg nicht gehabt hat, bieten vie übrigen Orte Lneern ihre Vermitrlnng wiederum an,Solothnrn sich gleich bereitnüllig erklärt, mit Lneern gemeinsame Sache zu machein Lucern spricht die Hoff»""'!aus, daß, wenn die übrigen Orte die Sache als o-ni»» communis erklärten, dieselbe bald zum erwünschtengeführt werden würde. Sollten aber die übrigen Orte sich dessen weigern, so werde Lneern von seinemder Vorberufung der „sich vertrabendcn" und der Ausweisung der widerspenstigen Priester nicht abweichenseine Souveränität bis auf das Letzte verfechten. Nachdem die übrigen Orte erklärt hatten, daß auch sieRecht der Vorberufung (all -,»cl!en«l»m vonbum pnincipis) und in schweren Fällen selbst das Recht derWeisung, wie Luccrn, in Anspruch nehmen, wirv der Entwurf eines Schreibens an den Papst in diesemausgefertigt und all nUilicanclum genominen. Lneern spricht nun die Hoffnung auf baldige Erledigung ^Geschäftes aus, und daß dieses „verästetc Hol; einmal spalten werde," da man wisse, daß auch der K"""!von Frankreich durch seinen Minister Cardinal Polignac, der Kaiser durch den Cardinal Cicnfuegos dendahin zu vermögen suchen, „mit den Ertremitäten einzuhalten" unv die weltliche Obrigkeit an ihren So»^nitätörechten ungekränkt zu lassen. 8 <- I». Es werden Beschwerden über Zürichs „despotisches VcrfalP"laut, daß es auf den 17. November ciüe TachatzUltg nach Baden ausgeschrieben habe, ohne die andernangefragt oder von ihnen eine Antwort erhalten zu haben, und zugleich den kaiserlichen Plcnipotentariuö daßzu erscheinen ersucht habe, wodurch die katholischen Orte gcnöthigt würden, daselbst auch zu erscheinen,sie nicht durch ihr Ausbleiben zu einer Zeit, wo sie der Hülfe und des Trostes großer Herren undder Katholicität bedürftig seien, sich einigen.Unglimpf zuziehen wollten. Da Luccrn und GlaruS sich beckhfür Beschickung dieser Tagsatzung erklärt haben, damit die Evangelischen durch ihr Ausbleiben keinen Vock^erlangen, machen sich die übrigen Gesandten anheischig, .ihren Obern die Beschickung zu belieben, zunullman allseitig entschlossen ist, der Erbvereinigung keine Erteusion oder Erläuterung bcizurücken, „mithin""
med erhielt dafürdes Inhalts, esweltliche Sache;
sollte. Beim Gottesdienste ^nnn sagte der Pfarrermach verlesenem Evangelium, er sei Willens gewesen selbige» Tag dasSacrament vorzustellen; er höre aber, daß das Tanzen der Alldacht vorgehe; sie sollten also dasür sunt Pater und Avewie auch geschah. Nach vollendetem Gottesdienst verlas der Weibel die Erlaubnis! zu tanzen. Des Nachmittags wurde 3vom Pfarrer aber wurden die Tanzenden sin Verzeichnis! genommen." Den lg. August sagte der Pfarrer nach abgft' ^i>>Evangelium von der Reinigung der zehn Aussätzigen, es sei nothwendig, dieses Evangelium noch einmal zu hören, las ^ ^einmal und verglich die Aussätzigen mit denen, welche getanzt hatten, und ine Worte; ostsnüv tv «sverclotidahin, daß diese ihre große und schwere Sünde, welche sie durch Ungehorsam gegen.sein Gebot, begangen, anderwärts buch» ^,i.ihm die Vcichtzcdcl bringen sollten; sie mußten aber wohl einen'Linden antreffen, wenn sie die Absolution erhalten esNach vollendetem Gottesdienst sagte er bei Svrengifng des'Weihwassers fast mitten in der Kirche , es solle dann Einer
crfeyum re,ven ln., «eplemver aus cme Vorvcfchelonng vpr ncatye und .yifnderr, obgleich lym IN! Mle desVerbannung angedroht wurde. Die Verbannung wurde nun über Aiidermatt änsgesprocheii und sollte innerhalb 24in Kraft treten. Trotz, der Einsprache des Bischofs wurde den 14. Octohcch die Pfarrei wieder besetzt. Der nengewähluNiclans Leon; Miller, wurde aber vom bischöflichen Commissarins, zu der Pfarrei nicht zugelassen, indem derselbe cn
von Seite deS Bischofs vorschützte. Dm'28.' October verließ der Nuntins einige Stunden vor Tag Lucern.