Druckschrift 
7,1 (1860) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1712 bis 1743
Entstehung
Seite
269
Einzelbild herunterladen
 

Januar 1725,

S69

»». Diese Eonscrc,iz wird auf Begehren Basels zusammenberuftn. Nach der eidgenössischen.Begrüßung^öffnet Basels Gesandtschaft, daß ihr Stand sich bei dem französischen Awbassador über die von Seite deshohe» Raths zu Colmar in den Justizproccduren erlittene sehr unfreundliche Behandlung beschwert Habel; ferner^ ihm die Zufuhr auö dem Elsaß gänzlich gesperrt werde und sogar französische Zollcr Bauern, welche in^ Stadt Korn führen, im Kornhause zu Basel ausfindig machen; ferner, daß ihm von seinen eignen Früch-ü>, beim Austritt auö dem Elsaß bis aus 1l) SolS 8 DcnicrS AuögangSzoll vom Sack gefordert werden. Der^nibassader habe dein Abgeordneten Basels, welchen er zur miindlichei, Besprechung nach Solothurn bcschicdcn,^ Bemerkung gemacht, daß sich Basel mit Unrecht bei seinen Beschwerden auf den Bund mit Frankreichdg ^ Bund von 1663 mit dem 1. September 1723 zu Ende gegangen, der ewige Frieden in vielen^""eten sehr alteriert sei. Der Ambassgdor habe hierauf eröffnet, dep König verlange mit aller Begier die^^aiiz mit den evaiigeiischm Eidgenossen zu erneuern, wolle aber lim..eine haheii; die Eidgcuvssenschast müssepch vorher „in vereinigten Stand setzen," und dann werde der König eine solche auf-dM allerbilligsteu Fuße^»tragen lassen, was schon bei Lebzeiten des Herzogs von Orleans hätte geschehen, solleu; der König, zl,verde^h aber in diese Vereinigung der Eidgenossenschaft nicht mischen, weil derselbe sich keiner abschlägigen Antwort auS-wolle,. und auch er, der Ambassadop, habe bcsondcrn Befehl erhalten, sich in dieselbe nicht zu mischen.Borgänge waren es, welche Basel veranlaßten, eine Zusammenkunft der evangelischen Stände zp begeh-Aus die Aufforderung von Seite der übrigen Gesandten, Basel möchte selbst die Mitchl bezeichnen, durch^he scüic,, Beschwerden könnte abgeholfen werden, weisen dessen Gesandte darauf hin, daß das. beste Mit-. würde, wenn man dem Ambassador Gehör gäbe und eine Vereinigung zu Stande brächte; in Folgedann eintretenden Allianzerneuerung würden bald alte Particularbeschwerden erledigt werten können und"Ül als exponiertes Orr Sicherheit genießen- Bor allem aber müßten Zürich und Bern über das größte Hin?djx Ausschließung der katholischen Orte von der Mitrcgierung gemeiner Herrschaften, vernommen wer-Zürich und Bern wollen gerne Basel zu Erledigung seiner Beschwerde» behülflich sein; über die vorge-HhlMc Vereinigung der Eidgenossenschaft aber sind sie nicht instruiert und wollen daö Angehörte ihren Prin-"palen hinterbringen; sie drücken den Wunsch aus, sämmtliche Orte möchtet, nicht vvreilcn und in HarmonieÜ>la»unenhaltcn, Die Gesandten der übrigen Orte sind der Ansicht, baß der Bund mit Frankreich dem^^üelilchcn Wesen jewcilcn höchst nützlich gewesen sei und zur Vermehrung deö eidgenössischen Ansehens ge-^Ut u»d ^r Folge gehabt habe, daß man bei auswärtigen KriegSunruhen in Ruhe bleiben konnte; sie crsu-Zürich u»d Bern, zu überlegen, wie jencö bekannte Hinderniß aus rcputicrliche Weise zu heben sei; allemHeil, „ach werde Frankreich alle Mittel ergreifen, die Eidgenossenschaft wieder mit sich zu verbinden. BeiRnlaß eröffnen die Gesandtschaften von GlaruS und Appenzell instructionSgemäß, daß ihren katholischen

"^stutei, die Pensionen bezahlt werden, den reformierten nicht, indem man ihnen bemerke, daß der Bundth„e„ ausgelaufen sei, und daß cS nur an ihnen stehe, durch Erneuerung desselben diese Früchte serner zu>hrc ^ Gesandten ersuchen Zürich und Bern, die Sache in Ueberlegung zu ziehen, und sichern Basel

daß rcligionsgcnvssischc Hülfe zu. Basel nimmt keine Specialofficicn in Anspruch, wünscht dagegen,

^ Sate für eine wegen der BundcScrncuerung bald zusammenzuberufendc Eonfcrenz Instructionen gebenbestxGesandten der übrigen Stände wollet, alles getreulich zu Hause referieren und sehen als das^ Befestigung deS „Wohlstandes" die Einigkeit an. 8 1. I». Zürich eröffnet, daß der Herzog^^^^'"werg, welchem nach Absterben deö letzten Herzogs von Msimpelgard sämmtliche mümpclgardiiche^gefallen, durch den Vicepräfidcnten der mümpclgardischci, Regierung, von Ncgendank, einen Antrag auf