Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
27
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1Kirchen ein, um ihre bisherigen Verrichtungen daselbst fort-zusetzen, wiewohl die constituirten Gewalten ihnen dies un-tersagt hatten. So beträgt sich kein rechtschaffener, fried-liebender Bürger. Er gehorcht vielmehr auch schlechten Ge-setzen so lange, bis sie auf eine rechtmäßige Weise verbes-sert, oder gänzlich abgeschafft werden. Die geschwornenPriester willigen zwar in das Begehren ihrer Brüder;werden aber nichts desto weniger vom Bediententrosse derAdlichen ausgezischt und ausgelacht. Die Letztern warenmit Pistolen und Säbeln bewaffnet.Bünel, ehmaliger Pfarrer zu St. Johann in Caen,will Messe lesen; der jetzige geschworne Priester dieser Kirchesetzt sich nicht dagegen. Großer Zusammenfluß von Menschen;die Kirche füllt sich wie an hohen Festen. Bunel ist da-mit noch nicht zufrieden; er ladet die Versammlung aufden folgenden Morgen wieder ein.Meine Kinder, sagt er wie Tartüffe bei Moliere Gott wird uns helfen; nur eine kleine Gedult und,vor allem andern, Beharrlichkeit!-Die Munizipalität ersucht ihn freundschaftlich, desandern Morgens keine Messe zu lesen, damit sie sich nicht genö-thigt sehe, einen für sie und für ihn unangenehmen Schrittzu thun Bunel sieht ein, daß er zu weit gegangen ist,und gibt sein Vorhaben auf. Aber die Einladung warnun einmal da. Von allen Enden der Stadt drängt mansich nach St. Johann. Kein Priester erscheint. Der ein-fältige Hause fängt an zu murren; ein Bedienter erlaubtsich Schimpfreden gegen einen Grenadier; mehrere sehr lär-mende Gruppen bilden sich auf dem öffentlichen Platze.Einige junge Edelleute, unbändiger als die übrigen, reitzenendlich die Freiwilligen so sehr, daß diese mit dem Bajonett