Druckschrift 
7,1 (1860) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1712 bis 1743
Entstehung
Seite
118
Einzelbild herunterladen
 

118

Januar 1717.

Mehrere mündlich beizufügen und die Antwort zu berichten.'") 8 1. I». Uri weist auf den Schaden hin, deneS durch die Hemmung dcS freien Verkehrs mit Mailmid leide; cS erklärt, daß mit Mailand wegen des freie»Verkehrs in Unterhandlung stehe und Hoffnung habe, denselben zu orlangen; die übrigen Stände möchten ih>»das nicht übel nehmen. Die übrigen Gesandten können aus Mangel an Instruction keine Erklärung hierübergeben und referiere». 8 2. « . Uri trägt instruetionSgemäß darauf an, daß daS im Octobcr 171 st mit dc»>Bischof von Basel erneuerte Bündniß mit den gewohnten Soleniiilätcn. beschworen lverdcn möchte; ihm schließsich Solothurn an. Luccrn, Schwyz, beide Untenvaldcil und Zug wollen, namentlich auf des Bischofs Wunschdiesmal keine feierliche Beschwörung, jedoch ohne Consequcnz für die Zukunft. An sie hatte sich in eine»»Schreiben vom 17. November 1716 Frciburg angeschlossen. Die Sache wird zum Entscheid der h. Principale»in den Abschied gesetzt. 8 3.

'»'1.

Conferenz von Zürich und Bern.

Zürich, 18. Januar 1717.

I Staatsarchiv Zürich.j

Gesandte: Zürich. David Holzhalb, Bürgermeister; die geheimen Rälhe und die zum Toggenburger-Geschäßverordneten Herren. Bern. Christoph Steiger, Seckclmeister welscher Lande und des Raths; Johai»'Anton Tillicr, deS Raths.

t». Nach der zu Brugg mit Baron von Greuth, kaiserlichem Envoyö, gehaltenen Conferenz hatte Zürichan Bern geschrieben, daß in Betreff des Abtffanetgallischcn PaeisicationögcschäfteS zugewartet werden sollte, bffauf das auf jene Conferenz hin cinmüthig anJhrv kaiserliche und königliche katholische Majestät" undBaron von Greuth erlassene Schreiben eine Antwort angelangt sei. Berit aber sandte auö Anlaß derAbt-sanetgallischen Amtsrechnung abgeordneten Gesandtschaft Gesandte zuerst nach Zürich ab. Tillicr resericßüber seine zu Lindau gepflogene Unterredung, eröffnet, daß seine Obern, ohne jene Antwort abzuwarten, eine C»^ferenz mit dem Abt von St. Gallen veranlassen möchten, insofern eS auf eine geziemende Weise sich thun laßund man sich über die matm-m t.i-iwt!»rum einigen könne. Zürich stimmt bei. 8 2. I». Unter Anerkennung ^Nothwendigkcit gegenseitiger Uebereinstimmung zwischen beiden Ständen werden die Mittel und Wege besprochc'»-wie eine solche Conferenz z>z veranstalten sei, und dieselben zur Disposition der Ober» gestellt. 8 1. «» ^Rorschacher-Tractat und die Relation von der Unterredung zu Lindau und von den daselbst vernommenen ^mcrkungen werden zu künftiger JnstructionSertheilung besprächen. 8 2M") Zürichs Committiertc sprechen b»'

*) Die Puncte, welche die Gesandtschaft mündlich beifügen sollte, sind folgende: l) Sie wirb die bei der Erneuerung desuisjcs von Seile Frankreichs erhaltenen Versprechungen crbjjnen uns bitten, daß die von Zeit zu Zeit sich ereignenden ^legenhcitcn, absonderlich die gegenwärtigen, zn deren Erfüllungumfangen" werden mochten. 2) Da das gemeine Gerücht gehe»»^die Principättn von Zürich und Bern sich rühincn, als seien siein die zwischen Frankreich, England und Holland obsOffbendcn Tractatc und Bündnisse eingeladen lvorden," sto wird sie remonstrieren, daß dies? den gcthaneil Versprechen nicht all»"zuwiderlaufe, sondern sie gänzlich zernichte.

Der junge Freiherr von Thum war 1716 eigener Geschäfte wegen in Bern und schickte nach seiner Rückkehr ein Schreib»'seine? Vaters Fidel von Thnrn an Schultheiß Willading, in welchem der Vater verlangt, daß jemand sich zn ihm verfüg»'