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7,1 (1860) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1712 bis 1743
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Juni 1713.

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katholische Religion in den katholischen Orten abgenommen, wirb vorgeschlagen, einen Agenten am päbstlicbcnHofe in der Person des vom französischen und spanischen Botschafter empfohlenen Contc Abbatc GuidobaldoGiuliani zu ernennen. Uri stimmt bei; Frcibnrg, wenn alle Orte ihre Zustimmung geben, wünscht aber auchkatholisch Glarns und Appenzell hier zn sehen. Andere Stände würden einen Einheimischen für angcmchcnererachte», erbieten sich aber, auch ans den Vorgeschlagenen sich zu conformicrcn. Luccrn referiert vorerst, uitdnach erhaltener Instruction stimmt dahin, einstweilen keinen Agenten zu ernennen, sondern die Sache durchden gewöhnlichen Kanal nach Rom gelangen zu lassen. Der Vorschlag wird allerseits ack rokerondum ge-nommen. Indessen wird ein Antwortschreiben auf das letzte Breve dcS Papstes zu schicken beschlossen, in wel-chem für die von ihm an den Höfen von Wien und Paris geleisteten Dienste gedankt wird und die Orte sichvom Vorwurf der Lauheit in Verthcidigung der Religion rechtfertigen. 8 1. I» Als Malstatt für die bevor-stehende Jahrrcchnung wird Fraucnfeld beliebt und Zürich und Bern davon in Kcnntniß gesetzt. § 2. r. Einvom kaiserlichen Botschafter an gesammteEidgcnosscnschaft erlassenes Schreiben, betreffend die Bewahrung der eidgenös-sischen Grenzen, die Beobachtung deS NcutralitätstractalS und die Tranögrcssionen der in französischen Diensten stehen-den Nationalvölkcr, wird verlesen. Wegen Mangel an Instruction wird der Entschluß auf die Jahrrechnungs-tagsatzung verschoben. An ihre in französischen Diensten stehenden Volker wollen die Gesandten schreiben, daßsie zuwider den Bünden keine nachthciligen Schritte thun sollen. 8 -4. «I. Cur Schreiben Zürichs, betreffenddie wegen der in und um Wien grassierenden Pest zu treffenden Maßregeln wird verlesen, sonne ein Schreibendes französischen Ambassadorö, des Inhalts, daß der König entschlossen sei, mit denjenigen Orten das Commer-cium abzubrechen, welche keine Vorsichtsmaßregeln treffen. Die Gesandten erbieten sich die getroffenen Veran-staltungen zu verschärfen und zu allen Vorsichtsmaßregeln zu contribuicrcn. 8 5. «?. Der spanische Botschafter,Bcrctti Landi, berichtet, daß seine katholische Majestät ihren Bevollmächtigten zu Utrecht beauftragt habe, dieEinschließung der katholischen Eidgenossenschaft in den Frieden auf das Ansuchen der katholischen Orte aus-zuwirken. Dankschreiben von Seite der Confcrcnz/"-) 8 8. t. Alt-Landammann Rüppli schickt die Relation vonkeiner Verrichtung bei Einrichtung des Landfriedens ein. Sie wird verdankt und den einzelnen Orten in CopicZugestellt. 8 9. K. Es wird angezeigt, daß der päpstliche Nuntius Carraeeioli abberufen und durch Möns.Vincentini ersetzt worden sei, daß abev Carraeeioli nichts dcstowcnigcr zu LaniS den Nuntius agiere, was den^rtenzu nicht geringem Dcspect gereiche." Diese Eröffnung wird all i-vkol-oinlum genommen. 8 U>. I».Es wird die Lage der katholischen Eidgenossenschaft besprochen undanbei sattsam erkannt, daß ohne Bcihilsder verbündeten Fürsten wenig Ersprießliches erhebt werden könne; dahcro l. katholischen Ohrte» obgelegen"scin werde, selbige bestmöglichst zu enltivieren und kräftigen Bcistandt bitrlich zu ersuchen." Diese möckitendurch ihre Botschafter, (mit Zuthnn von Frcibnrg und Solothur», welche sich dazu anerboten) Zürich und Bernvorstellen,daß die Hintcrhaltung dcS Usurpierten nichts Gutes könne nach sich ziehen, nnd dessen Restitutioneinrathcn und mit Nachdruck urgicrcn." Durch ein Schreiben (vom 9. Juni) wird dem französischenBotschafter das Interesse der katholischen Eidgenossenschaft empfohlen, zumal da man vernommen habe, daß die

*) Die katholischen Orte hatten an Spanien und Frankreich (den 15. Mörz), an den Herzog von Savoyen nnd an den Papst(den 17. März) geschrieben nnd deren Verwendung nin Einschließung der katholischen Eidgenojsenschast nachgesucht; und'Zwarmöchte dieselbe eingeschlossen werden ».wie in früheren Tractaten, k. sog nicht beigefügt werden: in ^lotue i>u" vune «xistit;e. prwpgveinlum, nv de ulln r« wm pgoilieat» quam eontentio««, t«m rexinnös gnain Komin«« re-«Mi«nte, »II» liatmit «anstrminido mit «milioimiid« dispo«itio. (Staatsarchiv Lncern.)